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KomNet-Wissensdatenbank

Gibt es Grenzwerte/Empfehlungen, wie hoch der CO2-Gehalt der Luft in Büros sein darf?

KomNet Dialog 2834

Stand:

Kategorie: Gestaltung von Arbeitsplätzen > Ergonomie > Ergonomie von Arbeitsstätten und Arbeitsmitteln

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Frage:

Gibt es Grenzwerte/Empfehlungen zur Höhe des CO2-Gehaltes der Luft in Büros?

Antwort:

Anforderungen an die Qualität der Atemluft werden im Anhang der Arbeitsstättenverordnung vom 12.08.2004 – ArbStättV- unter Ziffer 3.6 Lüftung gestellt.  Zu der bis August 2004 geltenden alten ArbStättV wurden Arbeitsstättenrichtlinien - ASR veröffentlicht, u.a. die ASR 5 Lüftung. Gemäß den Übergangsvorschriften der neuen ArbStättV gelten die ASR bis zur Überarbeitung durch den Ausschuss für Arbeitsstätten und der Bekanntmachung entsprechender Regeln durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit fort, längstens jedoch sechs Jahre nach Inkrafttreten der Verordnung. Unter Ziffer 2 der ASR 5 ist festgelegt, dass die Innenraumluft dann als ausreichend gesundheitlich zuträglich angesehen werden darf, wenn sie im Wesentlichen der Außenluftqualität entspricht. In dem Aufsatz "Beurteilung der Raumluftqualität an Büroarbeitsplätzen" von N.Schlechter, K.Pohl, A.Barig u.a., Berufsgenossenschaftliches Institut für Arbeitsschutz, Sankt Augustin, wird für Kohlendioxid folgendes angemerkt: Die Daten für Kohlendioxid bilden einen wesentlichen Indikator für die Raumluftqualität. Als Richtwert gilt allgemein, dass die Konzentration von 0.1 Vol.-% Kohlendioxid (1000 ppm bzw. 1800 mg/m³) -Pettenkoferzahl- nicht überschritten werden sollte. In DIN 1946 Teil 2 (15) wird angegeben, dass der Kohlendioxidgehalt der Raumluft nicht über 1500 ppm (=2700mg/m³) liegen soll und wird ein Wert von 1000 ppm (=1800 mg/m³) empfohlen.