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KomNet-Wissensdatenbank

Schutzkleidung (PSA) in der amulanten Pflege

KomNet Dialog 2792

Stand:

Kategorie: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Persönliche Schutzausrüstung (PSA) > Rechts- und Auslegungsfragen, Sonstiges (1.14.7)

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Frage:

Wie ist mit (Einmal)-Schutzkleidung? bei infektiösen Patienten/Kunden in der ambulanten Pflege durch die Pflegedienstmitarbeiter umzugehen? Welche gesetzliche Grundlage gilt?

Antwort:

In der PSA-Richtlinie (abrufbar u.a. im Internet unter: http://europa.eu.int/smartapi/cgi/sga_doc?smartapi!celexapi!prod!CELEXnumdoc&lg=de&numdoc=31989L0686&model=guichett) ist im Artikel 3 festgeschrieben, dass die Persönliche Schutzausrüstung (PSA) die grundlegenden Gesundheits- und Sicherheitsanforderungen nach Anhang II erfüllen muss. Im Anhang II wird unter Pkt. 3.10.2 `Schutz gegen Haut- oder Augenberührung` u.a. gefordert, dass die PSA, mit denen Berührungen mit gefährlichen und ansteckenden Stoffen verhütet werden sollen, unter den vorhersehbaren bestimmungsgemäßen Einsatzbedingungen Widerstand gegen das Eindringen oder die Diffusion derartiger Stoffe durch die Schutzhülle bieten müssen. Die PSA müssen den üblichen Versuchen unterzogen werden, auf deren Grundlage sie je nach ihrer Wirksamkeit eingestuft werden können. Die PSA, die angenommenermaßen den Versuchsspezifikationen entsprechen, müssen eine Kennzeichnung tragen, die insbesondere die Namen oder anderenfalls die Codes der für die Versuche verwendeten Stoffe sowie die übliche Schutzdauer angibt. Der Hersteller hat alle zweckdienlichen Angaben für die Bestimmung der höchstzulässigen Tragdauer unter den verschiedenen und vorhersehbaren Einsatzbedingungen aufzuführen. Es ist also an der Kennzeichnung des Schutzkleidung die Tragedauer zu entnehmen. Im Zweifelsfall sollte Einmal-Schutzkleidung ihrem Namen entsprechend auch nur einmal angezogen werden. Stand: 01.10.2004