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Ich bitte um Informationen über die Erlaubnis zum gewerblichen Transport von Gütern der Gefahr-Klassen 1 und 7.

KomNet Dialog 2788

Stand: 28.06.2006

Kategorie: Sicherer Transport > Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb

Dialog
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Frage:

Ich bitte um Informationen über die Erlaubnis zum gewerblichen Transport von Gütern der Gefahr-Klassen 1 und 7.

Antwort:

Diese Frage berührt drei Gesetzesbereiche und zwar die internationalen Transportvorschriften in Form des ADR und im nationalen Bereich das Sprengstoffgesetz – SprengG und die Strahlenschutzverordnung - StrlSchV. Abhängig von dem Transportfahrzeug benötigt der Fahrer nach dem Kapitel 8.2.1 ADR bei einem zul. Gesamtgewicht des Fahrzeuges von >3,5 t eine ADR-Ausbildung mit sog. Aufbaukurse für die Gefahrklasse 1 und 7 des ADR. Ab dem 01.01.2007 fallen die Fahrzeugklassen bei der ADR-Schulung weg. Der Fahrer benötigt dann grundsätzlich bei kennzeichnungspflichtigen Beförderungen eine ADR-Schulung. Für bestimmte Stoffe/Gegenständen der Kl. 1 benötigt der Unternehmer nach § 7 SprengG eine Erlaubnis; der Fahrer nach § 20 SprengG einen Befähigungsschein. Schwierigkeiten bei den personenbezogenen Anforderungen entstehen dadurch, dass eine Gegenüberstellung von Stoffen aus diesen beiden Bereichen in der Regel nicht möglich ist. Nach StrlSchV wird dann eine Genehmigung benötigt, wenn die Aktivität je Versandstück das 10 hoch 7-fache der Freigrenze nach ADR überschreitet. Für NRW sind dann die Genehmigungsbehörden die örtlich zuständigen Bezirksregierungen. Großquellen i.S. des § 23 Atomgesetz - AtomG bedürfen der Genehmigung durch das Bundesamt für Strahlenschutz.