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KomNet-Wissensdatenbank

Einsatz einer Bluterin bei Reinigungsarbeiten von Fahrzeugen (Busse) - Gefahr von Schnittverletzungen

KomNet Dialog 276

Stand:

Kategorie: Gesunde Arbeit / Arbeitsschutz > Besondere Zielgruppen > Leistungsgewandelte Arbeitnehmer/innen, (Schwer-) Behinderung

Dialog
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Frage:

`Unser Unternehmen ist in der Fahrzeugreinigung tätig (Busse). Eine Reinigungskraft - seit ca. 1 Jahr bei uns beschäftigt - hat uns nun mitgeteilt, dass sie Bluterin ist. Die Gefahr von Schnittverletzungen bei der Reinigung von Bussen ist als relativ hoch einzuschätzen. Wie können wir unserer Verantwortung gegenüber dieser Mitarbeiterin nachkommen? Wir sehen keine Möglichkeit der Mitarbeiterin eine ``weniger gefährliche`` Arbeit anzubieten. `

Antwort:

Es gibt verschiedene Formen und Ausprägungsgrade der Bluterkrankheit, so dass eine allgemeine Antwort nicht möglich ist. Beispielsweise wäre zu fragen, ob die Betreffende auf Gerinnungsfaktor-Präparate auch schon bei kleinen Schnittverletzungen angewiesen ist. Darüber hinaus ist es aus medizinischer Sicht von eventuell größerer Bedeutung, wenn die Betreffende sich stößt und es dabei (ohne äußere Verletzung) zu inneren Blutungen kommen kann. Die Beurteilung der tatsächlichen Gefährdung sollte durch den Betriebsarzt, ggf. unter Hinzuziehung der ärztlichen Befunde und Einschaltung des Hausarztes erfolgen, um den individuellen Gegebenheiten Rechnung zu tragen. (Stand: 10.10.2000)