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KomNet-Wissensdatenbank

Begasung, Schädlingsbekämpfung, Begasungsplatz, Hafen, Container

KomNet Dialog 2755

Stand:

Kategorie: Gesunde Arbeit / Arbeitsschutz > Chemische Belastungen und Beanspruchungen > Begasungen

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Frage:

Täglich erreicht eine Vielzahl Container den Hamburger Hafen, in der sich noch Gasreste aus vorhergehenden Maßnahmen zur Schädlingsbekämpfung der Ware oder des Verpackungsholzes befinden. Zum Teil werden diese Container auf den Umschlaganlagen des Hafens oder in Speditionen bis zur Freigabe belüftet. Begasungsmittel werden in die Umluft abgegeben - wenn auch in deutlich geringerer Menge als bei den hier üblichen Begasungen von Exportcontainern - . Begasungsplätze sind nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz genehmigungsbedürftig. Gilt dies auch für das Lüften begaster Importcontainer?

Antwort:

Grundsätzlich sind auch Entgasungsplätze für mobile Container nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz - BImSchG i.V.m. der 4. BImSchV - Verordnung über genehmigungsbedürftige Anlagen, Anhang Ziffer 10.22 Spalte 2 genehmigungspflichtig.
Das Lüften von begasten Importcontainern auf den dafür vorbestimmten Plätzen erfordert hingegen allein noch keine Genehmigung. Nähere Auskünfte zur Genehmigungspflicht erteilen die zuständigen Umweltbehörden.

In jedem Fall müssen bei diesem Lüftungsvorgang die Sicherheitsmaßnahmen gemäß Gefahrstoffverordnung, Anhang I Nr. 4  und der TRGS 512 "Begasungen" www.baua.de/de/Themen-von-A-Z/Gefahrstoffe/TRGS/TRGS-512.html eingehalten  werden.  
Zu diesen Schutzmaßnahmen finden Sie interessante aktuelle Hinweise und Merkblätter zum Download auf den Internetseiten des Amtes für Arbeitsschutz Hamburg www.hamburg.de/startseite-branchen/120338/container-begast.html   .