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Müssen ortsfeste, selbsttätige CO2-Löschanlagen neben den 3-jährigen Prüfungen durch Prüfsachverständige (PrüfVO NRW) auch jährlich nach DGUV Regel 105-001 geprüft werden?

KomNet Dialog 27399

Stand: 09.09.2016

Kategorie: Gestaltung von Arbeitsplätzen > Gestaltung von Arbeitsplätzen > Sichere Produkte

Dialog
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Frage:

CO2-Löschanlagen müssen als ortsfeste, selbsttätige Feuerlöschanlagen in Gebäuden in denen Prüfungen nach der PrüfVO NRW angeordnet worden sind, wiederkehrend alle 3 Jahre von einem Prüfsachverständigen geprüft werden. Müssen dann an diesen Anlagen noch zusätzlich die nach der DGUV Regel 105-001 geforderten Prüfungen (mindestens jährlich durch einen Sachkundigen oder Sachverständigen, jedoch mindestens alle zwei Jahre durch einen Sachverständigen) durchgeführt werden oder können diese Prüfungen entfallen ?

Antwort:

Ein Sachverständiger prüft, d.h. er vergleicht den Istzustand mit dem Sollzustand und wird dies bescheinigen. Hingegen wird ein Sachkundiger bzw. die "befähigte Person" auch Justier- und Wartungs-, bzw. Reparaturarbeiten nach Herstellervorgaben (Betriebsanweisung/ -anleitung) durchführen. Das ist normalerweise zu einem ordnungsgemäßem Betreiben einer technischen Anlagen Vorraussetzung. Es ist also davon auszugehen, dass es keine technischen Anlagen gibt, die nicht (zusätzlich) durch Sachkundige / befähigte Personen usw. geprüft werden müssen, insbesondere dann, wenn Menschenleben betroffen sein können.

Da die DGUV Regel 105-001 (www.dguv.de/publikationen) ein berufsgenossenschaftliche Regelwerk, d.h. eine technische Empfehlung und kein Gesetz ist, trägt letztlich der Unternehmer die Verantwortung. Das Wartungsintervall richtet sich nach den Herstellervorgaben und bei Abweichungen sollten diese in der Gefährdungsbeurteilung begründet sein.