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KomNet-Wissensdatenbank

Wie sind die Anforderungen an Strahlenschutzkleidung in Radiologie, OP und Endoskopie?

KomNet Dialog 27107

Stand: 23.07.2016

Kategorie: Physikalische Belastungen und Beanspruchungen > Ionisierende Strahlung > Röntgeneinrichtungen, Störstrahler

Dialog
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Frage:

Ich bitte Sie um Information über die Anforderungen an Strahlenschutzkleidung in Radiologie, OP und Endoskopie. In welchen Bereichen genügt ein Bleigleichwert von 0,25 mm? Gibt es Bereiche, in denen eine Frontschürze mit Rückenträgern ausreicht, oder müssen zwingend der ganze Rücken und die Rückseite der Oberschenkel bedeckt sein? Die Mitarbeiter in "Herzkatheter" und "Endoskopie" fühlen sich durch die sehr schwerern Strahlenschutzkostüme bzw. Doppelschürzen belastet, insbesondere wenn bereits Vorerkrankungen der Wirbelsäule bestehen.

Antwort:

Der § 15 der Röntgenverordnung (RöV) legt fest, dass der Strahlenschutzverantwortliche (SSV) unter Beachtung des Standes der Technik, Schutzausrüstungen für Personen bereitstellen muss. Auch muss der SSV sicherstellen, dass Personen, die sich im Kontrollbereich aufhalten, die erforderliche Schutzkleidung tragen und die erforderlichen Schutzausrüstungen verwenden (§ 21 RöV).
 Die DIN 6815:2013-06, (Medizinische Röntgenanlagen bis 300 kV - Regeln für die Prüfung des Strahlenschutzes nach Errichtung, Instandsetzung und wesentlicher Änderung) sollte für eine Einschätzung – welche Schutzkleidung bei den verschiedenen radiologischen Tätigkeiten eingesetzt wird -, beachtet werden. In der o. g. DIN-Norm befindet sich im Anhang A., Tabelle A.1 eine tabellarische Übersicht der empfohlenen Schutzkleidung für das Personal und helfenden Personen sowie Hinweise zu dessen Schutzwirkung.   
 Leider können wir Ihnen die Tabelle aus urheberrechtlichen Gründen nicht zur Verfügung stellen. Sie können die o. g. DIN-Norm jedoch kostenpflichtig über den Beuth Verlag beziehen.