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KomNet-Wissensdatenbank

Umweltgefährdungen bei der Lagerung verflüssigter Gase

KomNet Dialog 2677

Stand: 28.09.2004

Kategorie: Gesunde Arbeit / Arbeitsschutz > Chemische Belastungen und Beanspruchungen > Sichere Produkte

Dialog
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Frage:

Wir lagern zur Weiterversendung verflüssigte Gase in 20`Tankcontainern (z. B. Klase 2.1 UN Nr 1012/1063) auf dem Betriebsgelände. Mit welchen Gefährdungen für die Umwelt müssen wir rechnen, wenn diese Container ein Leck haben und das Produkt austritt? Müssen wir im Schadenfall mit einer Flüssigkeit rechnen oder verflüchtigen sich diese Gase sofort? Besteht die Möglichkeit, das Produkt trotz einer Oberflächenversiegelung aus Verbundpflaster oder Asphalt in den Boden eindringen kann? Welche Vorkehrungen können wir treffen, um eine Verunreinigung der Umwelt zu vermeiden?

Antwort:

Die genannten Stoffe sind verflüssigte Gase, die nicht unter die Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen fallen (s. § 2 VAwS ). Insofern sind vom Gesetzgeber hinsichtlich Bodenverunreinigungen keine besonderen Maßnahmen vorgeschrieben. Eine versiegelte Oberfläche, z.B. durch Asphalt oder Verbundpflaster sollte auf jeden Fall ausreichen. Gefahren bestehen im Leckagefall u.U. durch Folgeschäden, wie beispielsweise durch eine Explosion. Daher empfiehlt es sich, solche Gase gut belüftet und mit ausreichendem Abstand zu ständigen Arbeitsplätzen zu lagern. Weitere Maßnahmen zum Personenschutz ergeben sich im Rahmen der Gefährdungsanalyse aus den R- und S- Sätzen des jeweiligen Produkts. Stand: 26.05.2004