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KomNet-Wissensdatenbank

Darf ich mein Röntgengerät bei einem Standortwechsel weiter betreiben?

KomNet Dialog 2674

Stand: 08.06.2016

Kategorie: Physikalische Belastungen und Beanspruchungen > Ionisierende Strahlung > Röntgeneinrichtungen, Störstrahler

Dialog
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Frage:

Kann ich mein Panoramaröntgengerät mit bestehender Bauartzulassung und TÜV-Prüfung bei einem Standortwechsel innerhalb des Ortes weiter betreiben? Ich besitze für das Gerät eine genehmigingsfreie Erlaubnis.

Antwort:

Der Ortswechsel einer stationären Röntgeneinrichtung ist eine wesentliche Änderung im Sinne des § 3 Abs. 1 / § 4 Abs. 5 Röntgenverordnung (RöV), so dass eine erneute Sachverständigenprüfung vor Inbetriebnahme notwendig ist. Für den Betrieb der Röntgeneinrichtung am neuen Standort ist eine Anzeige / Antrag an die örtlich zuständige atomrechtliche Aufsichtsbehörde zu richten. In NRW sind dies die Dezernate 55 der Bezirksregierungen.

Die Anzeige hat mindestens zwei Wochen vor Inbetriebnahme zu erfolgen. Der Anzeige ist eine Ausfertigung des Sachverständigenprüfberichts sowie Angaben zum aktuellen Betrieb beizufügen. In der Regel bestätigt die Behörde dem Betreiber die Anzeige, wenn in Bezug auf die Änderung keine Bedenken bestehen. Die Anzeigebestätigung sowie eine Genehmigung ist in NRW gebührenpflichtig.

Der zugelassene Sachverständige prüft den baulichen Strahlenschutz am Standort, sowie das Röntgengerät nach den Vorgaben der "Richtlinie für Sachverständigenprüfungen nach der Röntgenverordnung". Eine Liste der in NRW zugelassenen Sachverständigen finden Sie auf der Seite des LIA.nrw unter http://www.lia.nrw.de/themengebiete/strahlenschutz/Sachverstaendige/index.html.