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Wie hoch ist der Grenzwert (TRK) bei Arbeiten im Verkehrstunnel, wenn in dem Tunnel Diesellokomotven verkehren?

KomNet Dialog 2662

Stand:

Kategorie: Chemische Belastungen und Beanspruchungen > Gefährdungen > Gefährdungen durch Rauche und Motoremissionen

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Frage:

Wie hoch ist der Grenzwert (TRK) bei Arbeiten im Verkehrstunnel? Derzeit gibt es in Deutschland keine Diesellokomotiven (> 1000 KW) , die mit Rußpartikelfilter ausgerüstet sind. Baumaschinen werden teilweise nachgerüstet, aber wie ist der `Stand der Technik` bei Diesellokomotiven?

Antwort:

Grundsätzlich gilt in Arbeitsbereichen eine TRK von 0,1 mg/m3. Sofern es sich bei den Arbeiten in dem Verkehrstunnel um Bauarbeiten unter Tage handelt, gilt abweichend eine TRK von 0,3 mg/m3. Die TRK ist zu ermitteln durch coulometrische Bestimmung des elementaren Kohlenstoffes im Feinstaub (Verfahren 2 nach BGI 505-44). Sofern die von Ihnen verwendete Diesellokomotive überwiegend im öffentlichen Verkehr eingesetzt wird, ist eine Ausrüstung dieser Lokomotive mit Dieselpartikelfiltern nicht erforderlich. Ansonsten muss die Lokomotive mit einem Dieselpartikelfilter ausgerüstet sein, soweit es nach dem Stand der Technik möglich ist. Hier kann die Frage, ob es nach dem Stand der Technik möglich ist, nur ausschließlich durch den Hersteller der Lokomotive beantwortet werden. Grundsätzlich ist jedoch die Rangfolge der Schutzmaßnahmen nach § 19 GefStoffV einzuhalten. Dies bedeutet, dass zu prüfen ist, ob die anstehenden Aufgaben und Tätigkeiten auch durch andere Antriebstechniken erfüllt werden können. Die BGI 505-44 und andere berufsgenossenschaftliche Vorschriften und Regeln werden im Internet z.B. unter http://www.recht.com/hvbg angeboten. Stsand: 29.07.04