Inhaltsbereich
Seitentitel

KomNet-Wissensdatenbank

Muss bei der Mitwirkung von Kindern im Medienbereich eine medienpädagogische Fachkraft beteiligt werden?

KomNet Dialog 2602

Stand: 05.02.2014

Kategorie: Besondere Zielgruppen > Kinder, Jugendliche, Auszubildende > Beschäftigung von Kindern und Jugendlichen

Dialog
Favorit

Frage:

Meines Wissens nach ist eine Mitwirkung von Kindern im Medienbereich von einer sog. Medienpädagogischen Fachkraft zu begleiten. Wo ist dies rechtsverbindlich dokumentiert?

Antwort:

Kinderarbeit ist gemäß § 5 Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) verboten. Von diesem Verbot kann die zuständige Aufsichtsbehörde (in NRW die Bezirksregierungen) nach § 6 JArbSchG auf schriftlichen Antrag Ausnahmen für die Mitwirkung von Kindern im Medienbereich (also z.B. bei Film-, Fernseh- und Rundfunkaufnahmen) zulassen. Hierzu hat das zuständige nordrhein-westfälische Arbeitsministerium einen Runderlass (215-8413.4.3) veröffentlicht, mit dem den Aufsichtsbehörden in NRW einheitliche Verfahrensrichtlinien für die Bewilligung von Ausnahmen gemäß § 6 JArbSchG vorgegeben werden. Den Erlass finden Sie im Rechtsportal https://recht.nrw.deüber die Suchfunktion nach Eingabe des Aktenzeichens "215-8413.4.3".

Nach Ziffer 2.2 des Erlasses können Bewilligungsanträge auf die Mitwirkung von Kindern an mehr als 30 Tagen in Film, Fernsehen, Theater usw. nur bewilligt werden, wenn der Antragsteller eine weisungsunabhängige medienpädagogisch qualifizierte, sozialpädagogische oder psychologische Fachkraft einbezieht.