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KomNet-Wissensdatenbank

Prüfung von Fehlerstromschutzschaltern

KomNet Dialog 25275

Stand: 13.11.2015

Kategorie: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Prüfungen (1.13) > Prüffristen

Dialog
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Frage:

Ich bin für die Prüfung der FI-Schalter zuständig. Bisher habe ich versucht, einmal im halben Jahr die Testtaste zu drücken, dass er auslöst. Muss der Auslösestrom auch getestet werden?

Antwort:

Hier sind keine Vorschriften bekannt, die vom Betreiber/Benutzer von FI-Fehlerstrom-Schutzschaltern (RCD Schaltern) eine Prüfung des Auslösestroms verlangen.
Die im Arbeitsschutz einschlägige DGUV Vorschrift 3  führt eben den von Ihnen geschilderten Umfang an Prüfung auf (Tabelle 1a: alle 6 Monate die Prüfung auf einwandfreie Funktion durch Betätigen des Tasters=Prüfeinrichtung; gilt für Fehlerstrom-Schutzschalter in stationären Anlagen).

Für ihren Arbeitgeber bleibt davon unabhängig aber die Verpflichtung gem. § 5 Arbeitsschutzgesetz - ArbSchG - und  § 3 der Betriebssicherheitsverordnung BetrSichV im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung  (hier: für Anlagen, Teile von Anlagen und Arbeitsmittel) die Art,  den Umfang und die Prüffristen (sowie die Qualifikation des Prüfenden und die Form der Dokumentation der Prüfung) festzulegen.
Dabei könnte es durchaus zu  Abweichungen vom Technischen Regelwerk wie der DGUV Vorschrift 3 kommen und der Umfang der Prüfung erweitert werden. Dabei könnte die Prüfung des Auslösestromes zugleich die Prüfung auf einwandfreie Funktion beinhalten.