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Welche Auswahlkriterien empfehlen Sie, damit eine Arbeitgeberin das beste Hautpflegeprodukt ermitteln kann?

KomNet Dialog 2461

Stand:

Kategorie: Gesunde Arbeit / Arbeitsschutz > Gesundheitsschutz > Sonstige arbeitsmedizinische Fragen

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Frage:

In einem Altenheim möchte eine Arbeitgeberin gerne geeignete Hautpflegeprodukte für seine Mitarbeiterinnen kaufen. Sie ist auch bereit, teure Produkte zu kaufen, wenn diese deutlich besser als andere ist. Im Altenheim haben die MA überwiegend trockene, zum Teil auch rissige Haut. Die Arbeitgeberin hat verschiedene Anbieter von Produkten an der Hand, fühlt sich aber überfordert zu entscheiden, was sie nehmen soll. Jeder Hersteller stellt die (angeblichen) Vorzüge seiner Produkte dar. Die Hautpflegeprodukte sollen vor der Mittagspause und nach der Arbeit angewendet werden. Hauptfrage: Welche Auswahlkriterien empfehlen Sie, damit die Arbeitgeberin das beste Produkt ermitteln kann? Nebenfragen: Welche Konzentrationen wovon sind besonders hautpflegend? Sollten eine hohe Konzentration natürlicher Öle dem Vorzug gegenüber Mineralölen gegeben werden? Wenn ja, warum? Wenn nicht: warum nicht? Welche Konzentration an Fett sollten die Produkte mindestens haben (Anwenderinnen haben einen hautbelastenden Beruf )? Würden Sie eine W/Ö-Emulsion ohne Harnstoff den Vorzug gegenüber einer Ö/W-Emulsion mit Harnstoff oder anderen Wasser bindende Substanzen geben? Ist zu befürchten, dass Harnstoff Chemische Substanzen aus Handschuhen in die Haut permeiren lässt? Wie hoch sollte die Minimalkonzentration an Sorbitol sein, wenn dies als alleinige Wasser bindende Substanz in einer Ö/W-Emulsion eingesetzt wird? Welche Literatur können Sie mir empfehlen, damit ich anhand der Inhaltsangaben der Produkte erkennen kann, ob diese gut, hervorragend oder schlecht sind? Danke.

Antwort:

Bei der Auswahl eines Hautpflegemittels müssen betriebliche Hautbelastung und insbesondere der Hautzustand des jeweiligen Benutzers mitberücksichtigt werden. · Für extrem trockene Haut bzw. starke Hautbelastungen werden lipidreiche W/O-Emulsionen mit einem Lipidanteil >25% empfohlen. · Öle: Hier ist die individuelle Verträglichkeit entscheidend. · Fettanteil: > 25%, eher noch 30% und höher · Harnstoff: Dazu liegen bei KomNet keine Informationen vor · Sorbitol: Dazu liegen bei KomNet keine Informationen vor. Eine feste Regel ist dem beteiligten Experten nicht bekannt. · Literatur: 1. M. Lange, Hautschutz, Sonderdruck aus Arbeitssicherheit, zu beziehen über Physioderm GmbH & Co. KG, Woellnerstrasse 26, 67065 Ludwigshafen Telefon: + 49-0621 54967-61/62 Telefax: + 49-0621 54967-58 E-Mail: webcenter@physioderm.de Internet: http://www.physioderm.de 2. Info-Reihe des Bundesverbandes Handschutz e.V, Info-Reihe 9 Hautschutz und Hautpflege http://www.bhv.de -> Info-Reihe Stand: 02.03.2004