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KomNet-Wissensdatenbank

Welche Informationen müssen bei der Bestellung von Anlagen in explosionsgefährdeten Bereichen mitgeteilt werden?

KomNet Dialog 2428

Stand: 20.10.2005

Kategorie: Gesunde Arbeit / Arbeitsschutz > Sichere Produkte > Sichere Produkte

Dialog
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Frage:

Welche Hinweise bei der Bestellung von Anlagen in explosionsgefährdeten Bereichen müssen dem Lieferanten mitgeteilt werden, um rechtlich abgesichert zu sein? Reicht es, als Anlage die Explosionskenndaten der Stoffe und die Zoneneinteilung dem Lieferanten mitzuteilen?

Antwort:

Anlagen, die in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden sollen, müssen der 11. GPSGV  in Verbindung mit der Richtlinie 94/9/EG entsprechen. Diese Vorschrift richtet sich an den Hersteller/Inverkehrbringer der entsprechenden Anlagen. Mit dem CE-Kennzeichen bzw. mit der EG-Konformitätserklärung nach der Richtlinie 94/9/EG wird seitens des Herstellers/Inverkehrbringers erkenntlich gemacht, dass die Anlagen entsprechend gebaut sind. Seitens des Verwenders muss jedoch sichergestellt sein, dass die Anlagen für die entsprechenden Einsatzbedingungen geeignet sind (siehe § 7 Betriebssicherheitsverordnung) und die der Anlage beigefügten Herstellerangaben die Einsatzbedingungen abdecken. Bei der Bestellung sind dem Hersteller deshalb unbedingt alle relevanten Daten (z.B. Angabe zu Stoffen, Umgebungsbedingungen und Zoneneinteilung) mitzuteilen. Die genannten Rechtsvorschriften bzw. weiterführende Links werden im Internet z.B. unter http://www.arbeitsschutz.nrw.de/bp/legislation/index.html angeboten. Stand: 20.10.2005