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Muss man im Punkt 2 des Sicherheitsdatenblattes für flüssige Lacke Stoffe aufführen, die nur einen Staubgrenzwert besitzen.

KomNet Dialog 2425

Stand:

Kategorie: Gesunde Arbeit / Arbeitsschutz > Chemische Belastungen und Beanspruchungen > Einstufung, Kennzeichnung, Sicherheitsdatenblatt

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Frage:

Ich würde gerne wissen, ob man im Punkt 2 des Sicherheitsdatenblattes für flüssige Lacke Stoffe aufführen muss, die `nur` einen Staubgrenzwert besitzen. Beispiel Titandioxid, Siliciumdioxid. Die Inhaltsstoffe müssten normalerweise ab 1% angegeben werden, mit ihrem MAK-Wert, aber in der speziellen Form als flüssiger Lack, können sie nicht freigesetzt werden, auch nicht beim Trocknen.

Antwort:

In der EG-RL 91/155/EWG in der zur Zeit gültigen Fassung ist gemäß Anhang Ziffer 2.3 vorgeschrieben, dass auch Stoffe, die nach EG-RL 1999/45/EG nicht als gefährlich eingestuft sind (wie Titandioxid und Siliciumdioxid) für die es jedoch einen Expositionsgrenzwert am Arbeitsplatz gibt, bei einer Konzentration in der Zubereitung von fest oder flüssig größer/gleich 1% unter Punkt 2 des Sicherheitsdatenblattes genannt werden müssen. Der Staubgrenzwert z.B. für Titandioxid muss unter Punkt 8 "Expositionsbegrenzung und persönliche Schutzausrüstung" des Sicherheitsdatenblattes angegeben werden. Die Angabe der Stoffe ist auch im Hinblick auf das unbeabsichtigte Freiwerden der Stoffe sinnvoll, da das Sicherheitsdatenblatt die Hauptinformationsquelle für die Gefährdungsbeurteilung ist. Arbeitsschutzrechtliche Vorschriften bzw. weiterführende Links werden im Internet z.B. unter http://www.arbeitsschutz.nrw.de/bp/legislation/index.html angeboten. Stand: 24.05.2006