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Welche Vorschriften sind im Umgang mit Ultraschall zu beachten und wie können hier Lärmmessungen erfolgen?

KomNet Dialog 2414

Stand:

Kategorie: Physikalische Belastungen und Beanspruchungen > Lärm > Lärmmessungen, Grenzwerte

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Frage:

In unserem Betrieb soll mit einer Ultraschallquelle, die eine Frequenz von 24 kHz hat, gearbeitet werden. Welche Möglichkeiten der Lärmmessung bestehen und welche Vorschriften sind im Umgang mit Ultraschall zu beachten.

Antwort:

Audiometrische Untersuchungen im Ultraschallbereich haben gezeigt, dass das menschliche Ohr auch Ultraschall wahrnehmen kann. Die Besonderheit bei der Messung von Ultraschall besteht darin, die Ultraschallfrequenzanteile bezüglich ihrer Wirkung auf das menschliche Gehör richtig zu bewerten. Die sonst für Lärmmessungen übliche A-Bewertung weist für den Ultraschall eine zu geringe Dämpfung auf. Für Messungen im Ultraschallbereich ist daher ein spezielles Filter einzusetzen. Bei der Wahl eines Messmikrofons ist zu berücksichtigen, dass die obere Grenzfrequenz des Mikrofons der zu erwartenden Geräuschsituation entspricht. Die Einstufung der Lärmbelastung am Arbeitsplatz (auch im Umgang mit Ultraschall) richtet sich nach den Forderungen des § 15 Arbeitsstättenverordnung – ArbStättV, der Unfallverhütungsvorschrift BGV B3 Lärm sowie der VDI-Richtlinie 2058 Blatt2 "Beurteilung von Lärm hinsichtlich Gehörgefährdung" und Blatt3 "Beurteilung von Lärm am Arbeitsplatz unter Berücksichtigung unterschiedlicher Tätigkeiten". Arbeitsschutzrechtliche Vorschriften bzw. weiterführende Links werden im Internet z.B. unter http://www.arbeitsschutz.nrw.de angeboten. Das berufsgenossenschaftliche Vorschriften- und Regelwerk ist im Internet unter http://www.recht.com erhältlich. Die VDI-Richtlinien sind im Internet unter http://www.vdi.de/vdi/vrp/richtlinien/index.php zu finden.

Stand: Februar 2004