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Muss man bei einer Gefährdungsbeurteilung Gefahren einbeziehen, bei denen durch technische oder organisatorische Schutzmaßnahmen keine erkennbare Gefahr mehr von ausgeht?

KomNet Dialog 2339

Stand: 19.01.2015

Kategorie: Betriebliches Arbeitsschutzsystem > Gefährdungsbeurteilung > Spezifische Gefährdungen

Dialog
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Frage:

Muss man bei einer Gefährdungsbeurteilung Gefahren einbeziehen, bei denen durch technische oder organisatorische Schutzmaßnahmen keine erkennbare Gefahr mehr von ausgeht? Wie zum Beispiel eine Abdeckung von beweglichen Teilen einer Maschine.

Antwort:

Wenn die potentielle Gefährdungsquelle im betrieblichen Gesamtumfeld beurteilt wurde und man zu dem Schluss kommt, dass durch die vorhandenen technischen und/oder organisatorischen Maßnahmen keine Gefährdungen mehr zu erwarten sind, ist der Prozess der Gefährdungsbeurteilung abgeschlossen.

Beispiel: Eine neue Maschine mit CE-Kennzeichnung wurde gekauft. Hier kann man davon ausgehen, dass die Maschine beim Kauf sicher in den Verkehr gebracht wurde. Beurteilt werden muss jedoch, ob nach der Aufstellung und im konkreten Betrieb neue Gefährdungen auftreten, und ob die Maschine auch so eingesetzt wird wie der Hersteller es vorsieht. In der Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung reicht in der Regel ein Kurzvermerk, dass die Gefährdung beurteilt wurde und keine weiteren Maßnahmen zu treffen sind (z.B. Ankreuzfeld o.ä.).

Auf die umfangreichen Informationen im Portal Gefährdungsbeurteilungen weisen wir hin.