Inhaltsbereich
Seitentitel

KomNet-Wissensdatenbank

Welche Einschränkungen ergeben sich für eine Schwangere im humanmedizinischen Labor im S1 und S2 Bereich?

KomNet Dialog 22994

Stand: 05.06.2015

Kategorie: Besondere Zielgruppen > Werdende und stillende Mütter > Beschäftigungsverbote und -beschränkungen

Dialog
Favorit

Frage:

Welche Einschränkungen ergeben sich für eine Schwangere im humanmedizinischen Labor im S1 und S2 Bereich? Welche Einschränkungen ergeben sich im Umgang mit Serum- oder Liquor- Proben? Sind auch kleinere Mengen von Gefahrstoffen in gebrauchsfertigen Fläschchen relevant?

Antwort:

Gemäß der Verordnung zum Schutze der Mütter am Arbeitsplatz - MuSchArbV - muss der Arbeitgeber rechtzeitig für jede Tätigkeit, bei der werdende oder stillende Mütter durch chemischen Gefahrstoffe, biologische Arbeitsstoffe, physikalische Schadfaktoren, die Verfahren oder Arbeitsbedingungen nach Anlage 1 dieser Verordnung gefährdet werden können, Art, Ausmaß und Dauer der Gefährdung beurteilen.

Die Pflichten nach dem Arbeitsschutzgesetz - ArbSchG - bleiben unberührt. Bei der Erstellung der Gefährdungsbeurteilung sollte der Betriebsmediziner beteiligt werden.

Der Einsatz der werdenden Mutter beschränkt sich im humanmedizinischen Labor auf dem S1 Bereich. Ein Einsatz im S2 Bereich ist nicht zulässig.

Die werdende Mutter darf Blut abnehmen, wenn passive Instrumente zum Einsatz kommen. Der Umgang mit aktiven Instrumenten ist nicht gestattet.

Der Umgang auch mit kleineren Mengen von Gefahrstoffen in gebrauchsfertigen Fläschchen ist der werdenden Mutter nicht erlaubt.