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Gibt es für den Bereich stereotaktische Bestrahlungstechniken gesetzliche Regelungen oder Normen evtl. auch auf internationaler Ebene?

KomNet Dialog 2292

Stand: 11.05.2004

Kategorie: Gesunde Arbeit / Arbeitsschutz > Physikalische Belastungen und Beanspruchungen > Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb

Dialog
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Frage:

Gibt es für den Bereich stereotaktische Bestrahlungstechniken gesetzliche Regelungen (Richtlinien, Empfehlungen o.ä.) oder Normen (zur Begriffsbestimmung, Konstanzprüfung usw.), evtl. auch auf internationaler Ebene?

Antwort:

Für den Umgang mit Jod-Seeds zur stereotaktischen Bestrahlung von Patienten ist eine Umgangsgenehmigung nach § 7 der StrlSchV erforderlich. In NRW werden Genehmigungen nach der StrlSchV von den Bezirksregierungen erteilt. Im Genehmigungsverfahren muss der Stand der Technik vom Antragsteller nachgewiesen werden. Dazu gehört u.a. der Nachweis des baulichen Strahlenschutzes für den Zeitpunkt der Lagerung der Seeds und für den Zeitpunkt der Applikation, der Nachweis über fachliches Personal (fachkundige Ärzte, MPE, medizinisches Hilfspersonal) physikalische Strahlenschutzkontrolle sowie Nachsorge der Patienten. Nach Inkrafttreten der neuen StrlSchV im Jahr 2001 sind bislang nur wenige nachgeordnete Regelwerke an das neue Strahlenschutzrecht angepasst worden. Die Richtlinie „Strahlenschutz in der Medizin“ ist neu gefasst worden und beinhaltet wesentliche Vorgaben für die angedachte Form der Therapie. Daneben gelten die allgemeinen Regeln wie DIN-Normen, SSK-, DGMP - Empfehlungen. Mit Inkrafttreten der neuen StrlSchV sind die ärztlichen Stellen auch im Bereich der StrlSchV auf dem Gebiet der Konstanzprüfung tätig. Diese Aufgabe wird von dort eigenverantwortlich durchgeführt. Fragen zur Durchführung können von dort beantwortet werden. Informationen zum Thema bietet das Arbeitsschutzportal NRW im Internet unter http://www.arbeitsschutz.nrw.de , Rubriken Praxishilfen und Rechtsvorschriften. Stand: 12.01.2004