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KomNet-Wissensdatenbank

Zu welchem Zeitpunkt muss die Gefährdungsbeurteilung für eine Schwangere nach dem Mutterschutzgesetz durchgeführt werden?

KomNet Dialog 22782

Stand: 23.12.2014

Kategorie: Besondere Zielgruppen > Werdende und stillende Mütter > Gefährdungen für werdende / stillende Mütter

Dialog
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Frage:

Muss eine Gefährdungsbeurteilung für eine Schwangere (nach dem Mutterschutzgesetz in Verbindung mit dem § 5 des Arbeitsschutzgesetzes) vor Aufnahme einer Tätigkeit durchgeführt werden, oder erst nach Bekanntgabe der Schwangerschaft an den Arbeitgeber?

Antwort:

Die Pflicht, für werdende und stillende Mütter die Gefährdungen durch die jeweiligen Tätigkeiten zu beurteilen, ergibt sich aus § 1 der Verordnung zum Schutze der Mütter am Arbeitsplatz - MuSchArbV. Dort wird gefordert, dass diese Gefährdungsbeurteilung rechtzeitig erfolgen muss.

Rechtzeitig heißt, die Gefährdungsbeurteilung sollte vor bzw. bei Aufnahme der Tätigkeit der gebärfähigen Frau durchgeführt werden, um die erforderlichen Schutzmaßnahmen insbesondere in der sensiblen Phase der Frühschwangerschaft sicherzustellen. Spätestens bei der Bekanntgabe der Schwangerschaft muss die Gefährdungsbeurteilung erstellt oder auf Aktualität überprüft werden.