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KomNet-Wissensdatenbank

Prüfung von Brandmeldern

KomNet Dialog 22148

Stand: 23.10.2014

Kategorie: Gestaltung von Arbeitsplätzen > Brandschutz > Brandmeldeeinrichtungen

Dialog
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Frage:

Ich habe ein Gebäude mit einer Versammlungsstätte, aber auch Büros, welches durch eine, ausschließlich für die Versammlungsstätte baurechtlich geforderte Brandmeldeanlage (BMA) überwacht wird. Die BMA ist auf das gesamte Gebäude ausgebaut. Aufgrund der Forderung aus der PVO muss die BMA in der Versammlungsstätte wiederkehrend geprüft werden. Müssen hier alle an der BMZ befindlichen automatischen und nicht automatischen Melder geprüft werden oder nur der Bereich der Versammlungsstätte? Laut PVO ist eine Teilprüfung nicht zulässig. Auf welcher Grundlage würde der restliche Bereich des Gebäudes geprüft werden, da hier ja keine baurechtliche Forderung besteht?

Antwort:

Eine Brandmeldeanlage, die nicht geprüft ist oder bei der Teile nicht geprüft sind, könnte eine Sicherheit vorspiegeln, die nicht vorhanden ist.

Als einfachste Rechtsgrundlage für die Prüfung einer Brandmeldeanlage ist deshalb der § 3 des Arbeitsschutzgesetzes anzuführen: nach Absatz 1 hat der Arbeitgeber die getroffenen Maßnahmen auf Wirksamkeit zu überprüfen. Hierunter sind auch Brandmeldeanlagen zu verstehen.
Der Arbeitgeber tut gut daran, sich bei den Prüffristen nach den Vorgaben der Hersteller zu richten.

Die Regelungen der PVO haben den Hintergrund, daß bei einer Versammlungsstätte besondere Anforderungen an die prüfende Person, in diesem Fall ein Sachverständiger, gestellt werden.

Eine Prüfung durch die Herstellerfirma reicht nicht, da es keine Kontrolle über die Qualifikation der prüfenden Person gibt.

Ein Sachverständiger ist vom Bauherren oder vom Betreiber zu beauftragen. Der Sachverständige wird dann prüfen, ob die Anlage noch vollständig vorhanden ist und ob alle Teile funktionsfähig sind.