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KomNet-Wissensdatenbank

Inwiefern besteht für den Bediener an einer Ultraschall-Schweißmaschine ein Risiko durch über die Luft übertragene Schallleistung?

KomNet Dialog 22084

Stand: 13.10.2014

Kategorie: Physikalische Belastungen und Beanspruchungen > Lärm > Gefährdungen, Belastungen (7.3.2)

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Frage:

Inwiefern besteht für den Bediener an einer Maschine ein Risiko durch über die Luft übertragene Schallleistung? Geht von Luftschallübertragung ein Risiko für den Bediener aus, und sollte ein höherer Schallpegel am Arbeitsplatz entstehen, sind dann fallweise geeignete Maßnahmen (Gehörschutz) ausreichend?

Antwort:

Generell gilt, dass die Einkopplung von Schall beim Übergang Luft-Festkörper bzw. Luft-Flüssigkeit umso besser ist, je niedriger die Schallfrequenz ist. Im Bereich des Ultraschalls (über 20 kHz) ist der Impedanzwiderstand zwischen Luft und Körper sehr hoch, so dass praktisch keine Einkopplung des Ultraschalls in das Gewebe stattfindet. Daher ist eine Gefährdung durch berührungslose Ultraschallübertragung im üblichen Intensitätsbereich auszuschließen. Gehörschutz erübrigt sich.