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KomNet-Wissensdatenbank

Bezieht sich das Verbot von Überstunden im Mutterschutzgesetz auch auf Teilzeitbeschäftigungen?

KomNet Dialog 20722

Stand: 25.03.2014

Kategorie: Besondere Zielgruppen > Werdende und stillende Mütter > Arbeitszeit- und Ruhepausenregelung

Dialog
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Frage:

Ich habe eine Frage zur Mehrarbeit während einer bekannten Schwangerschaft. Bezieht sich das Verbot von Überstunden lediglich auf Vollzeittätigkeiten (täglich nicht mehr als 8,5 Stunden) oder gilt dies auch für Teilzeitbeschäftigungen und nicht versicherungspflichtige Beschäftigungen? In meinem Arbeitsvertrag sind 10-12 Wochenstunden vereinbart, gearbeitet werden jedoch grundsätzlich mindestens 13-13,5 Stunden.

Antwort:

Im § 8 Mutterschutzgesetz - MuSchG ist geregelt, dass werdende Mütter nicht mit "Mehrarbeit" beschäftigt werden dürfen. Mehrarbeit wird dabei definiert als
"jede Arbeit, die
1. von Frauen unter 18 Jahren über 8 Stunden täglich oder 80 Stunden in der Doppelwoche,
2. von sonstigen Frauen über 8 1/2 Stunden täglich oder 90 Stunden in der Doppelwoche
hinaus geleistet wird. In die Doppelwoche werden die Sonntage eingerechnet.
"

Diese Regelung gilt unabhängig davon, ob Vollzeit oder Teilzeit gearbeitet wird. 

Dass Sie mehr arbeiten, als in Ihrem Arbeitsvertrag vereinbart ist, ist eine arbeitsrechtliche Sache. Zu arbeitsrechtlichen Fragen können und dürfen wir keine Beratung anbieten.  Entsprechende Anfragen sollten direkt an Angehörige der rechtsberatenden Berufe (Fachanwalt für Arbeitsrecht) bzw. entsprechend autorisierte Stellen (z.B. Gewerkschaften, Verbände, etc.) gerichtet werden.

Mitglieder einer DGB-Gewerkschaft können die Beratungsleistungen der DGB Rechtsschutz GmbH in Anspruch nehmen. Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihrer Gewerkschaft.