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KomNet-Wissensdatenbank

Geht von Autoschlüsseln mit Funkfernbedienung im Ex-Bereich eine potenzielle Zündgefahr aus?

KomNet Dialog 20529

Stand: 04.03.2014

Kategorie: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Explosionsschutz, Anlagen in explosionsgefährdeten Bereichen > Sicherheitstechnische Anforderungen, Sicherheitseinrichtungen

Dialog
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Frage:

Es gibt zum Thema Armbanduhren und Hörgeräte Angaben zum Explosionsschutz bzw. zur Verwendung der Geräte in explosiongefährdeteten Bereichen. Gibt es zum Thema Autoschlüssel mit Funkfernbedienung Aussagen zum Explosionsschutz? Gehen von diesen Schlüsseln Zündgefahren aus? Dürfen diese Schlüssel in die Ex-Anlage mitgenommen werden? Geht von den Schlüsseln eine potenzielle Zündgefahr aus oder kann diese vernachlässigt werden?

Antwort:

Autoschlüssel gehören in die gleiche Kategorie wie die in der Frage aufgeführten Hörgeräte oder Armbanduhren. Diese Gegenstände zum persönlichen Gebrauch sind hinsichtlich ihrer Zündgefahr zu betrachten (siehe TRBS 2152 Teil 3, Nr. 5.1 (8).

Diese Zündgefahren können durch Funkenbildung im elektrischen Teil (Batterie, Schalter) oder durch die elektromagnetischen Felder der Funkstrahlung hervorgerufen werden (siehe TRBS 2152 Teil 3, Nr. 5.9). Autoschlüssel arbeiten im ISM-Frequenzband von 433 Mhz und fallen somit in den unter 5.9 aufgeführten Frequenzbereich.

Ob nun von diesen Schlüsseln tatsächlich eine potenzielle Gefahr ausgeht, kann von hier aus nicht festgestellt werden. Diese Schlüssel gibt es in verschiedenen Ausführungen, so dass immer eine Einzelbewertung erfolgen muss. Eine Gefährdung ist abhängig von der Ex-Zone, der Gasgruppe, der Strahlungsleistung und der Impulszeit. Für die Bewertung kann die DIN EN 60079-0 - Explosionsfähige Atmosphäre, Teil 0: Geräte – Allgemeine Anforderungen. herangezogen werden.

Anmerkung:
Solange nicht feststeht, dass von dem Schlüssel keine Gefahr ausgeht, birgt das Mitnehmen in einen Ex-Bereich immer ein Risiko.