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KomNet-Wissensdatenbank

Müssen die Abgase von Beschriftungslasern abgesaugt werden? Gibt es hier Grenzwerte?

KomNet Dialog 19985

Stand: 09.12.2013

Kategorie: Chemische Belastungen und Beanspruchungen > Gefährdungen > Gefährdungen durch sonstige Emissionen

Dialog
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Frage:

Müssen die Abgase von Beschriftungslasern abgesaugt werden, wen ja gibt es dafür MAK-Werte

Antwort:

Im § 10 Abs.2 der Unfallverhütungsvorschrift BGV B2"Laserstrahlung" steht:
"Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, daß Schutzmaßnahmen getroffen sind, sofern durch Einwirkung von Laserstrahlung gesundheitsgefährdende Gase, Dämpfe, Stäube, Nebel, explosionsfähige Gemische oder Sekundärstrahlungen entstehen können."

Bei der Oberflächenbehandlung mittels Laserstrahl entstehen feine Stäube oder Aerosole. Die Gefährlichkeit dieser Stoffe hängt von dem behandelten Material und der Behandlungsart (Schneiden, Abtragen, Gravieren etc.) ab. Da bei Beschriftungslasern nur eine sehr geringe Materialschicht abgetragen wird, ist hier die Gefahr eher als gering einzustufen. Die genaue Gefährdung muss vom Unternehmer arbeitsplatzspezifisch im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung ermittelt werden.

Weitere Informationen zu der Thematik können Sie vom Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) - dem ehemalige BGIA - erhalten, welches die Gefährdungen bei der Anwendung von Laserstrahlabtragverfahren untersucht und entsprechende Schutzmaßnahmen entwickelt hat (BIA-Info 10/2001 "Oberflächenbearbeitung mit Lasern").