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Muss bei Arbeiten an einer Laderampe einer Spedition eine Warnweste getragen werden?

KomNet Dialog 19897

Stand: 28.11.2013

Kategorie: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Persönliche Schutzausrüstung (PSA) > Benutzung von PSA

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Frage:

Muss bei Arbeiten an einer Laderampe einer Spedition eine Warnweste getragen werden?

Antwort:

Gemäß § 5 Arbeitsschutzgesetz - ArbSchG - in Verbindung mit § 3 der Betriebssicherheitsverordnung - BetrSichV - und § 3 Arbeitsstättenverordnung - ArbStättV - ist der Arbeitgeber verpflichtet, eine Gefährdungsbeurteilung, hier speziell für die Tätigkeiten an der Laderampe, zu erstellen. Hierbei hat er mögliche Gefährdungen zu ermitteln, Maßnahmen zur Gefahrenabwehr bzw. Gefahrenminderung eigenverantwortlich festzulegen und diese umzusetzen.

In die Erstellung der Gefährdungsbeurteilung sind die Technischen Regeln für Betriebssicherheit - TRBS - insbesondere TRBS 2121 "Gefährdung von Personen durch Absturz - Allgemeine Anforderungen", die Technische Regeln für Arbeitsstätten - ASR - insbesondere ASR A3.4 "Beleuchtung" sowie die berufsgenossenschaftlichen Vorschriften und Regelwerke, wie z. B. die BGV A1"Grundsätze der Prävention" einzubeziehen.

Ein Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung kann auch sein, dass die an der Laderampe tätigen Arbeitnehmer aufgrund der dort herrschenden Lichtverhältnisse (Sommer/Winter bzw. Tageslicht/Dunkelheit) zur besseren Erkennbarkeit u. a. mit reflektierende Arbeitsschutzkleidung/Wetterschutzkleidung/Warnweste auszustatten sind.

Das Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung ist gemäß § 6 ArbSchG hinreichend zu dokumentieren. Bei der Erstellung der Gefährdungsbeurteilung wird der Arbeitgeber durch die Fachkraft für Arbeitssicherheit und den Betriebsarzt unterstützt.