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KomNet-Wissensdatenbank

Übertragung des human Papillomavirus

KomNet Dialog 19830

Stand: 21.11.2013

Kategorie: Belastungen durch Biostoffe > Rechts- und Auslegungsfragen, Sonstiges (6.1) > Anwendungs- und Geltungsbereich

Dialog
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Frage:

Die Übertragung des human Papillomavirus erfolgt außer durch Geschlechtsverkehr durch Schmierinfektion, z.B. gemeinsames Baden oder durch kontaminierte Gegenstände/ Instrumentarium. Zwei Fragen dazu: Verschiedenen Quellen führen HPV in Verbindung mit Tröpfcheninfektion auf. Ist dem so? Wäre das der Fall, ergibt sich ein erhöhtes Risiko für Personal das mit der Aufbereitung von Medizinprodukten betraut ist. Ist für Personal, das mit der Aufbereitung von Medizinprodukten betraut ist, besondere Schutzmaßnahmen (z.B. HPV-Impfstoff) zu treffen, da ein erhöhtes Risiko durch kontaminiertes Instrumentarium besteht?

Antwort:

Es gibt nach Auskunft der Uni-Klinik Köln, den nationalen Referenzzentrum für HPV, keine Tröpfcheninfektion bei HPV.

HPV-Impfungen werden im wesentlichen nur für junge Frauen im Alter von 12 bis 17 Jahren empfohlen. Bei älteren Personen sinkt die Wirksamkeit der Impfung, weil davon ausgegengen wird, daß dieser Personenkreis bereits eine Resistenz gegen die Viren entwickelt hat.
Eine Impfung sollte deshalb speziell in Erwägung gezogen werden, wenn es besondere medizinische Gründe für diese Impfung gibt.

Als Schutz der Belegschaft reicht die Einhaltung der TRBA 250 "Biologische Arbeitsstoffe im Gesundheitswesen und in der Wohlfahrtspflege".