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Welcher Kategorie (I, II oder III) muss ein Schutzhandschuh in der Getränkerücknahme eines Getränkehandels hinsichtlich Schutz gegen Mikroorganismen, Schimmelpilze etc. haben?

KomNet Dialog 19279

Stand: 05.02.2014

Kategorie: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Persönliche Schutzausrüstung (PSA) > Auswahl von PSA

Dialog
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Frage:

Beim Umgang mit Leergutflaschen kann nicht ausgeschlossen werden, dass Mitarbeiter mit Mikroorganismen in Berührung kommen. In zahlreichen Empfehlungen und Schriften steht stets: "geeignete Schutzhandschuhe auswählen". Welcher Kategorie (I, II oder III) muss ein Schutzhandschuh in der Getränkerücknahme eines Getränkehandels (also kompletter Umgang mit sauberem und schmutzigem Leergut oder Scherben) hinsichtlich Schutz gegen Mikroorganismen, Schimmelpilze etc. nun haben? Muss dieser der Norm 374 entsprechen oder genügt ein normaler Handschuh mit Gummibeschichtung?

Antwort:

Ungenaue Angaben wie "geeignete Schutzhandschuhe" sind leider immer noch häufig anzutreffen. Es muss jedoch immer auch der Kontext beachtet werden. Denn beispielsweise bei "heterogenen" Tätigkeiten wie der Getränkerücknahme in einem Getränkehandel besteht das Problem, dass verschiedenste (Teil-)Tätigkeiten ausgeführt werden, die unterschiedliche Handschuharten und -materialien erfordern. "Geeignet" kann also ohne böse Absicht auch bedeuten, dass Handschuhart und -material von bestimmten (Teil-)Tätigkeiten abhängen. So wird auch in der branchenspezifischen Hilfestellung BGHW-Kompakt 94 "Leergutrücknahmesysteme" (http://www.bghw.de Navigation: Suche nach "Leergutrücknahmesysteme) zunächst „nur“ davon gesprochen, dass den Mitarbeitern geeignete Arbeitshandschuhe zur Verfügung zu stellen sind. Anschließend erfolgt aber eine Konkretisierung, indem geeignete Handschuharten in Abhängigkeit verschiedener Tätigkeiten sowie weitere Schutzmaßnahmen genannt werden:

  • Zum Aufsammeln von Glasscherben eignen sich schnittfeste Schutzhandschuhe.
  • Für Reinigungsarbeiten eignen sich z.B. mit Textileinsatz versehene Putzhandschuhe.
  • Feuchtigkeitsdichte Einweghandschuhe sind, wegen der Gefahr der Entstehung von Hautkrankheiten, nicht geeignet
  • Um im Falle einer Schnittverletzung das Auftreten von Wundstarrkrampf zu verhindern, sollte auf einen ausreichenden Tetanusimpfschutz der Mitarbeiter geachtet werden.