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KomNet-Wissensdatenbank

Welches ist der letzte Stand bzgl. der Bodenabsaugung für Laboratorien und wo kann ich dies nachlesen?

KomNet Dialog 19107

Stand: 03.06.2016

Kategorie: Gestaltung von Arbeitsplätzen > Raumklima, Lüftung > Lüftung, Lüftungsanlagen

Dialog
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Frage:

Bei der Laborplanung sind die lüftungstechnischen Festlegungen gemäß Richtlinien für Laboratorien einzuhalten. Dabei ist ein Luftwechsel von 25 m3/h zu planen. Dies ist in der DIN 1946-7 festgelegt. Zu der Bodenabsaugung ist keine Aussage zu dem Luftvolumenstrom zu finden. In einer früheren Ausgabe stand 2,5 m3/h (bzw. 10 % von 25 m3/h). Frage: wie ist der letzte Stand bezüglich BODENABSAUGUNG und wo kann dies nachgelesen werden?

Antwort:

In der aktuellen DIN 1946-7 von 2009 wird als Planungsgrundlage für die Auslegung einer RLT-Anlage in Laborräumen ein Abluftvolumenstrom von 25 m³ /(m² x h) bezogen auf die Labornutzfläche angegeben.

Weiter wird in dieser Norm darauf hingewiesen, dass "abhängig vom Bedarf ablufttechnischer Einrichtungen und besonderer Anforderungen diese Auslegungsgrundlage deutlich höher sein kann". Nicht zuletzt dieser Umstand hat dazu geführt, von weiteren generellen Angaben abzusehen, so dass in der aktuellen Fassung weitere Angaben zu Teil-Volumenströmen wie die Bodenabsaugung entfallen sind. Angaben hierzu in vergleichbaren aktuellen Empfehlungen sind nicht bekannt.

Entsprechend muss in der Planung begründet festgelegt werden, welches Volumen in welchem Bereich des Labors abzusaugen ist, um Gefährdungen zu vermeiden. Hieraus ergibt sich dann der Gesamtabluftvolumenstrom bezogen auf die Labornutzfläche sowie die notwendigen Teil-Volumenströme, die es bei der Ausführung der Lüftung entsprechend zu berücksichtigen gilt.

Weiter wird darauf hingewiesen, dass zurückgezogene - somit historische - Normen grundsätzlich weiter angewendet werden dürfen, wenn dies zwischen Vertragspartnern vereinbart und nicht vom Gesetzgeber untersagt ist. Auf diese Weise kann die Beschaffung von Ersatzteilen für bestehende Produkte oder der Weiterbetrieb bestehender Anlagen, die nach der historischen Norm entwickelt wurden, ermöglicht werden.