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KomNet-Wissensdatenbank

Altlastensanierung: Anzeige, Überwachung, Vorschriften

KomNet Dialog 1897

Stand:

Kategorie: Gesunde Arbeit / Arbeitsschutz > Chemische Belastungen und Beanspruchungen > Sanierungsarbeiten, Entsorgung

Dialog
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Frage:

An wen sind Maßnahmen der Altlastensanierung anzuzeigen? Wer überwacht solche Maßnahmen? Welche speziellen Vorschriften gibt es dazu?

Antwort:

Die speziellen Regelungen für die Altlastensanierung, einschließlich der Vor- und Nacharbeiten, sind in der Technischen Regel für Gefahrstoffe TRGS 524 `Sanierung und Arbeiten in kontaminierten Bereichen` zusammengefasst. Je nach Art der Sanierung existieren auch spezifische Regelungen, z.B. die PCP-Richtlinie für die Sanierung von Pentachlorphenol-belasteten Baustoffen und Bauteilen in Gebäuden oder die TRGS 519 für Asbestsanierungsarbeiten. Diese spezifischen Vorschriften, Regelungen und Informationen zu den einzelnen Sanierungsarbeiten sind ebenfalls in der TRGS 524 aufgeführt. Ob eine Anzeigepflicht für Altlastensanierungsarbeiten besteht, ist vom Einzelfall abhängig. So sind beispielsweise Sanierungsarbeiten mit asbesthaltigen Gefahrstoffen der zuständigen Behörde mindestens 14 Tage im Voraus anzuzeigen. Unternehmen, die Sanierungsarbeiten an Anlagen, Bauten oder Fahrzeugen durchführen, die schwach gebundene Asbestproukte enthalten, müssen hierfür zugelassen sein. Zuständige Überwachungsbehörde sind die Ämter für Arbeitsschutz (Gewerbeaufsichtsämter). Wichtige Arbeitsschutzvorschriften wie die Technischen Regeln für Gefahrstoffe findet man im Internet z.B. unter: http://www.gaa.baden-wuerttemberg.de/Vorschriften/Vorschriften.html Stand: 11.06.2003