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KomNet-Wissensdatenbank

Ist ein Nachrüsten von Staplern mit einem akustischen Warnsignal bei Rückwärtsfahrt sinnvoll?

KomNet Dialog 1894

Stand: 22.09.2014

Kategorie: Sicherer Transport > Innerbetrieblicher Transport > Flurförderzeuge, Gabelstapler

Dialog
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Frage:

Ich wurde bezüglich eines Verbesserungsvorschlags zur Nachrüstung eines akustischen Signals an Staplern (analog LKW),wenn dieser Rückwärts fährt, angesprochen. In den Berufsgenossenschaftlichen Vorschriften sowie der Maschinenrichtlinie ist mir diese Möglichkeit nicht bekannt. Ich habe in den Produktionsräumen Bedenken, dass es zu einer Anhäufung von akustischen Signalen kömmen könnte und somit die Sensibilisierung nachlässt. Wie stehen Sie dazu?

Antwort:

Die Ausstattung von Staplern mit einem akustischen Warnsignalen beim Rückwärtsfahren ist keine generelle Pflicht. Inwieweit eine entsprechende Nachrüstung der Stapler in Ihrem Unternehmen notwendig und sinnvoll ist, sollte im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung nach dem Arbeitsschutzgesetz ermittelt werden. Dabei sind Unfälle oder gefährliche Situationen, die in Verbindung mit dem Rückwärtsfahren von Staplern entstanden sind, genauso zu berücksichtigen wie die Anhäufung von akustischen Signalen, die eventuell nicht ausreichende Unterweisung / Sensibilisierung der Staplerfahrer und sonstige betriebsspezifische Umstände. Je nach Ihren betrieblichen Gegebenheiten könnte auch ein optisches Signal (z.B. Rundumleuchte) auf dem Stapler eine Alternative zu dem akustischen Signal darstellen und den Schutz der Arbeitnehmer erhöhen. Ein geeignetes Gremium, dieses Problem betriebsspezifisch zu erörtern, ist der Arbeitsschutzausschuss. Im Arbeitsschutzausschuss sind gemäß Arbeitssicherheitsgesetz Arbeitgeber, Betriebsrat, Fachkraft für Arbeitssicherheit, Betriebsarzt und Sicherheitsbeauftragte vertreten.