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Welche Unterlagen müssen zu Grunde gelegt werden bei der Sicherheitsunterweisung von Fremdfirmen bei Tätigkeiten in Forschungs-Laboren ( Reinigungsarbeiten).

KomNet Dialog 1767

Stand: 27.05.2003

Kategorie: Gesunde Arbeit / Arbeitsschutz > Gestaltung von Arbeitsplätzen > Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb

Dialog
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Frage:

Welche Unterlagen müssen zu Grunde gelegt werden bei der Sicherheitsunterweisung von Fremdfirmen bei Tätigkeiten in Forschungs-Laboren ( Reinigungsarbeiten).

Antwort:

Mit den Richtlinien für Laboratorien – BGR 120 werden unter den Ziffern 4.2 und 4.3 Anforderungen an die Betriebsanweisung und die Unterweisung der Beschäftigten beschrieben. Die BGR 120 sind auch auf die Beschäftigung der Arbeitnehmer von Fremdfirmen in Laboratorien anzuwenden. Zusätzlich müssen in diesen Fällen aber noch die für die Zusammenarbeit von Arbeitnehmern verschiedener Arbeitgeber geltenden Bestimmungen beachtet werden. Grundlage sind die allgemeinen Regelungen des § 8 Arbeitsschutzgesetz (Zusammenarbeit mehrerer Arbeitgeber) sowie die Bestimmungen des § 6 Absatz 1 Unfallverhütungsvorschrift `Allgemeine Vorschriften” (BGV A1): `Vergibt der Unternehmer Arbeiten an andere Unternehmer, dann hat er, soweit dies zur Vermeidung einer möglichen gegenseitigen Gefährdung erforderlich ist, eine Person zu bestimmen, die die Arbeiten aufeinander abstimmt. Er hat dafür zu sorgen, dass diese Person Weisungsbefugnis gegenüber seinen Auftragnehmern und deren Beschäftigten hat.` Welche konkreten Unterlagen in die Unterweisung der Mitarbeiter von Fremdfirmen einzubeziehen sind, müssen die betrieblichen Arbeitsschutzakteure wie Arbeitgeber, Koordinator, Fachkraft für Arbeitssicherheit, Betriebsarzt ermitteln und abstimmen. Die Berufsgenossenschaften bieten Informationen und das berufsgenossenschaftliche Regelwerk im Internet unter http://www.hvbg.de bzw. http://www.recht.com/hvbg an. Stand: 27.03.2003