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KomNet-Wissensdatenbank

Festsetzung der Prüffristen von ortsveränderlichen Betriebsmitteln; Dokumentation der Prüfungen

KomNet Dialog 1735

Stand:

Kategorie: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Prüfungen (1.13) > Prüffristen

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Frage:

Betreff:Prüffristen von ortsveränderlichen Elektrogeräten Laut der VDE0702/Teil 1 müssen ortsveränderliche Elektrogeräte alle 6 Monate von einer Elektrofachkraft überprüft werden. Nach der neuen Betriebssicherheitsverordnung heißt es aber, dass der Betreiber seine Prüffristen selber festlegen kann. Meine Frage: ist es z.B. für Kopierer im Verwaltungsbereich oder im Fertigungsbereich erlaubt für eine Abfüllpumpe die Prüffrist selber heraufzusetzen? Meine 2. Frage: wie hat diesbezüglich eine Dokumentation stattzufinden? Reicht ein Prüfsiegel am Gerät selber oder muss ein Prüfbuch geführt werden?

Antwort:

Nach § 3 Abs. 3 i. V. mit Anhang 2 der Betriebssicherheitsverordnung - BetrSichV hat der Arbeitgeber auf Grund der Gefährdungsbeurteilung, der Herstellerinformationen und der vorgesehenen Betriebsweise Art, Umfang und Fristen von Prüfungen sowie die prüfende Person festzulegen. Bei der Ermittlung der Prüffristen wird man die Unfallverhütungsvorschrift „BGV A2 Elektrische Anlagen und Betriebsmittel“ in Verbindung mit den dazu erlassenen Durchführungsanweisungen berücksichtigen. In den Durchführungsanweisungen zur BGV A2 werden Richtwerte für Prüffristen, Prüfumfang, Art der Prüfung und Anforderungen an die Prüfer für die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel genannt. Maßgeblich für die Prüfung der Arbeitsmittel i. S. der BetrSichV sind die auf Basis der v.g. Informationen getroffenen Festlegungen. Ergebnis der Ermittlungen können die in der BGV A 2 genannten Prüffristen sein, sie können aber auch davon abweichen. Sollte als Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung längere Prüffristen als die in der BGV A2 angegebenen herauskommen, ist dies besonders zu begründen. In Bezug auf die Dokumentation der Prüfung gibt es keine bestimmten Vorgaben. Es muss allerdings für die zuständige Aufsichtsbehörde nachvollziehbar sein, dass die Prüfungen durchgeführt wurden. Gemäß § 5 Abs. 3 BGV A2 kann die Berufsgenossenschaft das Führen eines Prüfbuches mit bestimmten Einträgen verlangen. Das berufsgenossenschaftliche Regelwerk findet man im Internet unter http://www.recht.com/hvbg Stand: 20.05.2003