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KomNet-Wissensdatenbank

Welche Regelungen zum Bedrucken von Warnwesten gibt es?

KomNet Dialog 17275

Stand: 05.02.2014

Kategorie: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Persönliche Schutzausrüstung (PSA) > Individuell angepasste PSA

Dialog
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Frage:

Es sollen neue Warnwesten zur Verwendung an Baustellen im Straßenverkehr beschafft und mit Firmeninformationen bedruckt werden. Ich kann mir vorstellen, dass das aus sicherheitstechnischen Gründen nicht so einfach ist bzw. nicht überall auf der Weste erlaubt sein dürfte. Bitte geben Sie mir rechtliche und Ausführungshinweise dazu.

Antwort:

In der BGI/GUV-I 8591 "Warnkleidung" werden im Abschnitt 4.3 grundsätzliche Festlegungen für die Ausführung von Warnkleidung aufgeführt:

"Warnkleidung wird je nach Mindestfläche an fluoreszierendem sowie retroreflektierendem Material in drei Klassen eingeteilt, wobei Klasse 3 die beste Sichtbarkeit bietet.

Die fluoreszierenden Materialien werden für die Tagesauffälligkeit eingesetzt, die retroreflektierenden Materialien dienen der Nachtauffälligkeit.

Die Flächen werden an der kleinsten verfügbaren Kleidergröße gemessen. Bei der Kombination von Warnkleidungsstücken kann durch Addition der entsprechenden Kleidungsklassen nicht automatisch eine höhere Klasse erreicht werden, da sowohl die sichtbaren Mindestflächen des Hintergrundmaterials als auch des retroreflektierenden Materials ausschlaggebend sind.
"

Hierzu wird in der BGI/GUV-I 8591 eine Tabelle angeboten, die die Mindestflächen des sichtbaren Materials in m2 (nach DIN EN 471) in Abhängigkeit des Materials und der Kleidungsklasse angibt. Diese Mindestflächen sollten bei der Gestaltung des Aufdrucks berücksichtigt werden. Bei der Ermittlung der Anforderungen (erforderliche Klasse, etc.) an Warnkleidung zur Verwendung an Baustellen im Straßenverkehr unterstützt der Abschnitt 4.4 "Auswahl von Warnkleidung für den Straßenverkehr" der BGI/DGUV-I 8591.