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KomNet-Wissensdatenbank

Wie sind die Türen von Glühöfen zur Vergütung von Metallteilen zu prüfen?

KomNet Dialog 16760

Stand: 03.08.2012

Kategorie: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Prüfungen (1.13) > Prüfpflichtige Arbeitsmittel und Einrichtungen

Dialog
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Frage:

Es werden Glühöfen zur Vergütung von Metallteilen betrieben. An diesen Glühöfen befinden sich senkrechte Ofentüren, die über einen Kettenantrieb geöffnet oder geschlossen werden. Frage: Gibt es für diese Ofentüren Rechtsvorschriften über eine entsprechende Prüfung? Nach einer Rechereche fallen die Ofentüren nicht in den Bereich der ASR und auch nicht in den Geltungsbereich der BGI 861-1 bzw. -2. Nach einer durchgeführten Gefährdungsbeurteilung wurden entsprechende Maßnahmen definiert, die die Prüfung der Türantriebe umfasst. Falls es Rechtsvorschriften zur Prüfung gibt, sollen diese mit in die Maßnahmen einfliessen.

Antwort:

Der Glühofen mit den Ofentüren ist ein Arbeitsmittel im Sinne der Betriebssicherheitsverordnung - BetrSichV. Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung muss der Arbeitgeber Art, Umfang und Fristen der erforderlichen Prüfungen ermitteln (§ 3 Absatz 3 BetrSichV). Evtl. sind auch Prüfungen gemäß § 10 der BetrSichV (Schäden verursachende Einflüsse) durch befähigte Personen erforderlich.

Konkrete gesetzliche Regelungen gibt es hierzu nicht. Dies ist von den betrieblichen Umständen (Nutzungsdauer, Alter der Tore, Umgebungseinflüsse usw.) abhängig und muss vom Arbeitgeber ermittelt werden. (Siehe auch TRBS 1201)

Auch wenn die BGI 861 nicht direkt auf Ofentüren anwendbar ist, spricht nichts dagegen, Erkenntnisse daraus - soweit sie übertragbar sind - auf die Prüfungen der Ofentüren anzuwenden.