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Ist die Benutzung von 2 kg Schaum-Feuerlöschern in Arztpraxen erlaubt?

KomNet Dialog 16547

Stand: 30.06.2016

Kategorie: Gestaltung von Arbeitsplätzen > Brandschutz > Feuerlöscher, Feuerlöschanlagen

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Frage:

Ist die Benutzung von 2 kg Schaum-Feuerlöschern in Arztpraxen erlaubt?

Antwort:

Grundsätzlich ist die Verwendung von 2 kg Pulver-Feuerlöschern erlaubt, u.a. werden in der Gefahrgut-Verordnung Straße (GGVS) solche Feuerlöscher gefordert. Allerdings ist ein 2 kg -Pulver-Feuerlöscher oder 2 Liter Schaum-Feuerlöscher  zur allgemeinen, d.h. üblichen Brandbekämpfung nicht vorgesehen. Für die allgemeine Brandbekämpfung und somit zur Berechnung der geforderten Löschmitteleinheiten (LE) zählt ein Feuerlöscher erst mit einem Fassungsvermögen ab 6 Liter bzw. 6 kg. Ausnahme sind die Kohlendioxyd-Feuerlöscher.

Falls ein Brandschutzkonzept vorliegt, ist die Art des Löschmittels (Pulver, Wasser,Schaum, CO2) und die Anzahl der geforderten Löschmitteleinheiten darin festgelegt. Liegt kein Brandschutzkonzept vor, ist den Vorgaben der Brandschutzbehörden (Feuerwehr / Bezirksregierung) Folge zu leisten. Eine sinnhafte Verteilung von Feuerlöschern kann natürlich zusätzlich und freiwillig auch mit einem 2 Liter Schaumfeuerlöscher erfolgen. Dieser wird allerdings NICHT bei der Summierung der Löschmitteleinheiten angerechnet.

Ein 2-Liter Schaum-Feuerlöscher oder ein 2 kg Kohlendioxid-Feuerlöscher hat in der Regel nur 2 LE, was sicherlich nicht für eine Arztpraxis als ausreichend zu betrachten ist.