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Mein Arbeitgeber akzeptiert meinen Arbeitsplatz nicht als Bildschirmarbeitsplatz. Was kann ich tun?

KomNet Dialog 1654

Stand:

Kategorie: Arbeitszeit, Arbeitsbedingungen > Sicheres Verhalten / Erkennen von Gefährdungen > Arbeiten im Büro

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Frage:

Mein Arbeitgeber akzeptiert meinen Arbeitsplatz nicht als Bildschirmarbeitsplatz. Was kann ich tun?

Antwort:

Zunächst muss ermittelt werden, ob es sich bei Ihrem Arbeitsplatz um einen Bildschirmarbeitsplatz im Sinne der Bildschirmarbeitsverordnung (BildschArbV) handelt. Nicht alle Arbeitsplätze mit Bildschirm und nicht alle Beschäftigten an einem Bildschirmarbeitsplatz fallen unter die Bestimmungen der BildschArbV. Sind keine Gesundheitsgefahren für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen zu erwarten, dann muss der Arbeitsplatz auch nicht den Anforderungen der Verordnung genügen. Ein Bildschirmarbeitsplatz ist ein Arbeitsplatz mit Bildschirmgerät, Software und Zubehör sowie die unmittelbare Arbeitsumgebung. Für ihn gelten die Anforderungen an die Gestaltung aus der BildschArbV, insbesondere des Anhangs. Wenn Sie entgegen Ihrem Arbeitgeber der Auffassung sind, dass es sich um einen Bildschirmarbeitsplatz handelt, empfehlen wir, die anderen betrieblichen Arbeitsschutzakteure wie Fachkraft für Arbeitssicherheit, Betriebsarzt und Betriebsrat anzusprechen. Gemäß Arbeitsschutzgesetz ist eine der Grundpflichten des Arbeitgebers, eine Gefährdungsbeurteilung für die Arbeitsplätze zu erstellen. Ein geeignetes Forum, Probleme des Arbeitsschutzes anzusprechen, ist der Arbeitsschutzausschuss. Wir schlagen vor, dass Sie gegenüber den Ausschussmitgliedern (Arbeitgebervertreter, Betriebs/Personalrat, Betriebsarzt, Sicherheitsfachkraft, Sicherheitsbeaufragte) das Thema ansprechen und anregen, dieses in einer Arbeitsschutzausschusssitzung zu erörtern und das Ergebnis insbesondere der Gefährdungsbeurteilung nachfragen.
Informationen zur sicheren und gesundheitsgerechten Gestaltung von Bildschirmarbeit werden im Internet z.B. unter sozialnetz-hessen.de angeboten.