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KomNet-Wissensdatenbank

Breite von Verkehrswegen für Fußgänger

KomNet Dialog 1649

Stand:

Kategorie: Gestaltung von Arbeitsplätzen > Arbeitsplatz- und Arbeitsstättenbeschaffenheit > Verkehrswege

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Frage:

Es sollen die Verkehrswege markiert werden. Dabei möchten wir einen Weg für den Fußgängerverkehr einzeichnen, um diesen zu lenken und damit die Sicherheit zu erhöhen. Müssen dabei die Breiten nach ASR z. B. bis 5 Mitarbeiter 0,875 m usw. eingehalten werden oder reicht es, einen Weg von ca. 80 cm abzugrenzen. Dieser Weg ist breiter als die in ASR geforderte Randzuschläge.

Antwort:

In den Arbeitstättenrichtlinien - ASR 17/1,2 wird nach Verkehrswegen für den Gehverkehr, den Fahrverkehr und den gemeinsamen Geh- und Fahrverkehr unterschieden. Die Mindestbreite der Wege für den Fahrzeugverkehr richtet sich nach der Breite des Transportmittels bzw. des Ladegutes. Zur Breite des Transportmittels bzw. des Ladegutes ist für Geschwindigkeiten < 20 km/h bei Richtungsverkehr ein Randzu-schlag/Sicherheitsraum von je 0,5 m anzusetzen. Werden die Wege für den Fahrzeugverkehr auch zum Gehverkehr benutzt, so sind die Randzuschläge mit 0,75 m anzusetzen. Wir interpretieren Ihre Anfrage so, dass Sie beabsichtigen, die Randzuschläge auf 0,80 m festzulegen und diesen Bereich als Verkehrsweg für den Gehverkehr auszuweisen. Solch eine Maßnahme sieht die Arbeitsstättenrichtlinie nicht vor. Sie wäre auch aus Sicht des Arbeitsschutzes problematisch, da der Randzuschlag als Sicherheitsmaßnahme für den vorhandenen Fahrverkehr nicht mehr zur Verfügung stehen würde. Auch könnte die Ausweisung des Randzuschlages als Gehweg bei einem Fahrzeugführer zur irrigen Annahme führen, er brauche mit weniger Fußgängern rechnen als bei einem Verkehrsweg für den Geh- und Fahrverkehr. Da die Randzuschläge dem Verkehrsweg für den Fahrverkehr oder dem Verkehrsweg für den gemeinsamen Geh- und Fahrverkehr zuzurechnen sind, dürfen sie nicht als reine Gehwege ausgewiesen werden.

Stand: 06.02.03