Inhaltsbereich
Seitentitel

KomNet-Wissensdatenbank

Wie ist mit der Elternzeit einer Beamtin zu verfahren, wenn diese vorzeitig beendet werden soll?

KomNet Dialog 16314

Stand: 10.02.2014

Kategorie: Familie und Beruf > Kinderbetreuung / Familienzentren > Elternzeit - Elterngeld

Dialog
Favorit

Frage:

Ich habe eine Frage zur vorzeitiger Beendigung der Elternzeit. Eine Beamtin befindet sich seit dem 20.02.2011 bis zum 20.02.2013 in zweijähriger Elternzeit. Die Geburt des zweiten Kindes ist für November 2012 errechnet. Die Beamtin möchte nun zur Inanspruchnahme der Mutterschutzfrist die Elternzeit des ersten Kindes vorzeitig beenden. Im Anschluss an die zweite Geburt und die Mutterschutzfrist wird voraussichtlich Elternzeit für das zweite Kind bis Januar 2015 beantragt. Was passiert mit den rund vier Monaten Elternzeit des ersten Kindes, die durch die vorzeitige Beendigung nicht in Anspruch genommen werden konnten? Verfallen diese oder werden diese an das Ende der Elternzeit des zweiten Kindes angehangen, so dass die Elternzeit im Mai 2015 endet. Danach könnten dann theoretisch die zwei mal 12 Monate für beide Kinder angehangen werden, die auf Antrag bis zum 8. Lebensjahr übertragen werden können.

Antwort:

Hier trifft § 16 (3) des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz auch für Beamtinnen zu. Die Zeiten verfallen nicht. Diese müssen wohl in Ihrer Mitteilung zur vorzeitige Beendigung der ersten Elternzeit und Mitteilung der zweiten Elternzeit definiert werden.

Alternativ können Sie auch nach § 71 (1) Landesbeamtengesetz NRW  "Urlaub aus familiären Gründen" in Anspruch nehmen.

In jedem Fall ist ein abklärendes Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber und/ oder Personalvertretung sinnvoll.
 
Weitere Informationen bietet die Broschüre "Elterngeld und Elternzeit" des Bundesfamilienministeriums:

Stand: Mai 2012

Hinweise:
Information: Die Internetplattform Forum W bietet Frauen und Männern, die nach einer längeren Familienzeit beruflich wieder einsteigen wollen, umfassende Informationen, Anregungen und Servicetipps, die den Jobeinstieg erleichtern und die Chancen beim Wiedereinstieg verbessern.

Beratung: Kostenlose Beratung zur beruflichen Entwicklung bietet ein Förderprogramm des  Landes Nordrhein-Westfalen.Die nächstgelegene professionelle Beratungsstelle ist hier zu finden Weiterbildungsberatung

Förderung: Der Erhalt von Bildungsschecks ist für Berufsrückkehrende möglich, so dass diese – neben Beschäftigten – vom Land Nordrhein-Westfalen, mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds, einen Zuschuss  für ihre berufliche Weiterbildungsmaßnahme erhalten können.