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KomNet-Wissensdatenbank

Wann zählt ein Kind als Frühgeburt für die Berechnung der Mutterschutzfrist?

KomNet Dialog 16032

Stand: 17.04.2012

Kategorie: Besondere Zielgruppen > Werdende und stillende Mütter > Beschäftigungsverbote und -beschränkungen

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Frage:

Wann zählt ein Kind als Frühgeburt für die Berechnung der Mutterschutzfrist?

Antwort:

Zu den Schutzfristen vor und nach der Entbindung wird in dem vom Bundesfamilienministerium veröffentlichten Leitfaden zum Mutterschutzgesetz www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Broschuerenstelle/Pdf-Anlagen/Mutterschutzgesetz,property=pdf,bereich=bmfsfj,sprache=de,rwb=true.pdf  u.a. folgendes ausgeführt:

Die Schutzfrist beginnt sechs Wochen vor der Entbindung und endet im Normalfall acht Wochen, bei medizinischen Frühgeburten oder bei Mehrlingsgeburten zwölf Wochen nach der Entbindung. Für die Feststellung, dass eine Frühgeburt im medizinischen Sinne vorliegt, ist ein ärztliches Zeugnis maßgebend. Um eine Frühgeburt im Sinne von § 6 Abs. 1 MuSchG handelt es sich, wenn das Kind bei der Geburt weniger als 2.500 Gramm wiegt oder wenn das Kind trotz höheren Geburtsgewichts wegen noch nicht voll ausgebildeter Reifezeichen einer wesentlich erweiterten Pflege bedarf. Bei einer Frühgeburt sowie bei einer sonstigen vorzeitigen Entbindung verlängert sich nach der Geburt die Schutzfrist um den Zeitraum, der vor der Geburt nicht in Anspruch genommen werden konnte.

Auf die Informationen der Arbeitsschutzverwaltung NRW zum Mutterschutz unter www.arbeitsschutz.nrw.de/Themenfelder/mutterschutz/ sowie die Broschüre "Elterngeld und Elternzeit" www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Broschuerenstelle/Pdf-Anlagen/Elterngeld-und-Elternzeit,property=pdf,bereich=bmfsfj,sprache=de,rwb=true.pdf weisen wir ebenfalls hin.