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KomNet-Wissensdatenbank

Muss bei einem Winkelschleifer mit einer Fächerscheibe ein Scheibenschutz verwendet werden?

KomNet Dialog 15520

Stand: 10.02.2012

Kategorie: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Benutzung von Arbeitsmitteln und Einrichtungen > Sichere Benutzung der Arbeitsmittel

Dialog
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Frage:

Muss bei einem Winkelschleifer mit einer Fächerscheibe ein Scheibenschutz verwendet werden?

Antwort:

Für den Umgang mit Arbeitsmitteln muss der Arbeitgeber  die notwendigen Maßnahmen für die sichere Bereitstellung und Benutzung der Arbeitsmittel auf der Grundlage der Gefährdungsbeurteilung ermitteln. (§ 3 Betriebssicherheitsverordnung, TRBS 1111 - Gefährdungsbeurteilung und sicherheitstechnische Bewertung www.baua.de/trbs ).

In die Gefährdungsbeurteilung ist die Betriebsanleitung des Herstellers und sind die weiteren anzuwendenden Regelwerke des Arbeitsschutzes wie BGI 543 " Schleifer" http://publikationen.dguv.de/dguv/pdf/10002/bgi543.pdf  einzubeziehen.
Unter Abschnitt 8.2 der BGI 543 ist erläutert, dass handgeführte Schleifmaschinen grundsätzlich mit geeigneten Schutzhauben ausgestattet sein müssen. In Ausnahmefällen ist der Verzicht auf eine Schutzhaube zulässig, u. a. auf Geradschleifern bei Verwendung von zweiseitig konischen Schleifscheiben nach DIN ISO 603-12 mit Spannflanschen nach DIN 69864. Beim Betrieb von Winkelschleifern ohne Schutzhaube, z. B. bei der Verwendung von runden Schleifblättern oder Vulkanfiberschleifscheiben, befinden sich die Hände in unmittelbarer Nähe des rotierenden Werkzeugs. Die Anbringung eines Berührungsschutzes, der z. B. zwischen einschraubbarem Handgriff und Maschinengehäuse befestigt wird, verhindert Handverletzungen.

Beim Erstellen der Gefährdungsbeurteilung (siehe auch www.gefaehrdungsbeurteilung.de )  soll sich der Arbeitgeber von der Fachkraft für Arbeitssicherheit und dem Betriebsarzt beraten und unterstützen lassen.