Inhaltsbereich
Seitentitel

KomNet-Wissensdatenbank

Kann ich die Elternzeit so aufteilen, dass ich im ersten Jahr komplett zu Hause bleibe und im direkt anschließenden zweiten Jahr in Teilzeit arbeite?

KomNet Dialog 15379

Stand: 20.01.2012

Kategorie: Familie und Beruf > Kinderbetreuung / Familienzentren > Elternzeit - Elterngeld

Dialog
Favorit

Frage:

Aufteilung der Elternzeit Kann ich die Elternzeit so aufteilen, dass ich im ersten Jahr komplett zu Hause bleibe und im direkt anschließenden zweiten Jahr in Teilzeit arbeite? Oder ist das vom Wohlwollen meines Arbeitgebers abhängig (Betrieb hat mehr als 15 Mitarbeiter)? Macht es einen Unterschied, wenn ich die Elternzeit unterbreche, also ein Jahr zu Hause bleibe, dann eine gewisse Zeit Vollzeit arbeite (z.B. die zwei "Partnermonate", die mein Mann nimmt), um dann ein weiteres Jahr Elternzeit in Teilzeit zu beantragen? Mir geht es in erster Linie darum, den Anspruch auf meine Vollzeitstelle nicht zu verlieren.

Antwort:

Grundsätzlich kann die Elternzeit in zwei Zeitabschnitte aufgeteilt werden, wobei allerdings der zweite Abschnitt der Elternzeit der Zustimmung des Arbeitgebers bedarf. In Ihrem Fall läge eine Unterbrechung der Elternzeit vor - bedingt durch die Wiederaufnahme einer zweimonatigen Vollzeitbeschäftigung nach dem ersten Teilabschnitt der Elternzeit.

Sie sollten - möglichst vor Beginn der Mutterschutzfrist- bei Anmeldung der gesamten Elternzeit und Antragstellung auf Teilzeit während der Elternzeit (formale Frist: sieben Wochen vor Beginn der Elternzeit; gilt auch für die Partnermonate des Vaters) ein Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber führen, um die individuelle Regelung abzustimmen.
Die Daten für den Beginn und das Ende der Elternzeit sowie den gewünschten Stundenumfang sollten Sie schriftlich mitteilen.
Das Gesetz sieht  für den Arbeitnehmenden grundsätzlich vor, dass während der Elternzeit mindestens 15 bis max. 30 Wochenstunden gearbeitet werden kann. Voraussetzung hierfür ist, dass das Arbeitsverhältnis des Antragstellenden ohne Unterbrechung länger als sechs Monate gedauert hat.

Der Anspruch auf Vollzeitbeschäftigung geht nicht verloren, falls das Beschäftigungsverhältnis vor der Elternzeit ebenfalls eine Vollzeitbeschäftigung war.

http://www.gesetze-im-internet.de/beeg/index.html.http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/BMFSFJ/Service/Publikationen/publikationen,did=89272.html