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Gibt es Bestimmungen über das Mindestalter von Schülern im Schulpraktikum in einem chemischen Labor?

KomNet Dialog 1531

Stand: 17.12.2002

Kategorie: Besondere Zielgruppen > Kinder, Jugendliche, Auszubildende > Arbeiten im Rahmen der Ausbildung

Dialog
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Frage:

Gibt es Bestimmungen über das Mindestalter von Schülern im Schulpraktikum in einem chemischen Labor?

Antwort:

Die Beschäftigung im Rahmen des Schülerbetriebspraktikums sind in § 7 Satz 1 Nr. 2 und §§ 9 bis 46 Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) geregelt. Nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz ist das Mindestalter der Schüler dabei nicht näher definiert. Das Gesetz unterscheidet nur zwischen Kindern und Jugendlichen. Kinder sind alle, die das 15. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und zu den Jugendlichen zählen alle, die zwischen 15 und 18 Jahre alt sind. Wann ein Schülerbetriebspraktikum durchgeführt wird ist von der Schulform abhängig. Erfahrungsgemäß erfolgt dies im letzten oder vorletzten Schuljahr. Wichtig ist es, die Arbeitsbedingungen vor der Aufnahme des Praktikums zu beurteilen. Die Schülerinnen und Schüler sollen auch über Unfall- und Gesundheitsgefahren, sowie über die Maßnahmen zur Abwendung dieser Gefahren aufgeklärt werden. Es gibt eine Reihe von verschiedenen Arbeiten, mit denen Schülerinnen und Schüler nur unter Einhaltung von bestimmten Voraussetzungen beschäftigt werden dürfen. Arbeiten u. a. mit schädlichen Einwirkungen von Gefahrstoffen dürfen von Jugendlichen (d. h. ab dem vollendeten 15. Lebensjahr) nach § 22 Abs. 2 JArbSchG nur dann ausgeführt werden wenn: 1. dies zur Erreichung ihres Ausbildungszieles erforderlich ist, 2. ihr Schutz durch die Aufsicht eines Fachkundigen gewährleistet ist und 3. der Luftgrenzwert bei gefährlichen Stoffen (§ 22 Abs 1. Nr. 6 JArbSchG) unterschritten wird. Darüber beraten in NRW die Staatlichen Ämter für Arbeitsschutz. Dort kann man auch den "Leitfaden Schülerbetriebspraktikum" kostenlos bestellen.