Inhaltsbereich
Seitentitel

KomNet-Wissensdatenbank

Auf welcher Grundlage ist eine Rettungswegkennzeichnung auszuführen?

KomNet Dialog 15281

Stand: 05.01.2012

Kategorie: Gestaltung von Arbeitsplätzen > Arbeitsplatz- und Arbeitsstättenbeschaffenheit > Beleuchtung und Kennzeichnung von Fluchtwegen

Dialog
Favorit

Frage:

Wenn Retttungswegkennzeichnung bzw. Brandschutzkennzeichnung erweitert werden soll (bisherige Kennzeichnung nach BGV A8), steht es einem frei ob man die Kennzeichnung nach ISO 7010, ASR 1.3 oder BGV A8 nimmt? Ist es auch noch zulässig, weiter die Kennzeichnung nach BGV A8 zu verwenden, da die bisher vorhandene Kennzeichnung der BGV A8 entspricht?

Antwort:

In der ASR A2.3 "Fluchtwege und Notausgänge, Flucht- und Rettungsplan" www.baua.de/asr wird unter Ziffer 7 ausgeführt, dass die Kennzeichnung der Fluchtwege, Notausgänge, Notausstiege und Türen im Verlauf von Fluchtwegen entsprechend der ASR A1.3 "Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung" erfolgen muss.
Dieses gilt uneingeschränkt bei neuen Gebäuden.
Für den Austausch/Ergänzung der Kennzeichnung in bestehenden Gebäuden treffen weder die Arbeitsstättenverordnung noch die entsprechenden Arbeitsstättenregeln explizit eine abschließende Regelung.

Auf dem 20. Dresdner Arbeitsschutz-Kolloquium "Arbeitsstätten - Neue Regeln für die Praxis" am 03.11.2011 wurde dazu in dem Vortrag "ASR A1.3 „Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung“" von Dr. Kersten Bux, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin Dresden, Gruppe 2.4 Arbeitsstätten, Maschinen- und Betriebssicherheit, www.baua.de/de/Themen-von-A-Z/Arbeitsstaetten/Tagungen/Kolloquium-2011.html zu dem Thema "Anwendung alter Zeichen" folgendes ausgeführt:

- Bei den alten und neuen Zeichen sind die Aussagen eindeutig, widersprechen sich nicht, sind ähnlich
- Im Bestand bei Austausch einzelner alter Zeichen können diese wieder verwendet werden
- Neubau/wesentliche Änderung Arbeitsstätte nur die neuen Zeichen verwenden
- In einem Objekt nur die gleichen Zeichen verwenden