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KomNet-Wissensdatenbank

Gilt ein Mechatroniker als Elektrofachkraft?

KomNet Dialog 14966

Stand: 21.11.2011

Kategorie: Betriebliches Arbeitsschutzsystem > Beauftragte / Bestellte > Elektrofachkraft

Dialog
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Frage:

Gilt ein Mechatroniker als Elektrofachkraft (DGUV Vorschrift 3 §2 (3)), und darf er elektrische Anlagen und Betriebsmittel auf ihren ordnungsgemäßen Zustand hin überprüfen (DGUV Vorschrift 3 §5 (1) Nr.2).

Antwort:

Die Errichtung, Änderung und Instandsetzung (inkl. Prüfungen) elektrischer Anlagen und Betriebsmittel müssen gemäß der DGUV Vorschrift 3 (bisher:  BGV A3) von einer Elektrofachkraft oder unter deren Leitung und Aufsicht durchgeführt werden. Als Elektrofachkraft im Sinne der DGUV Vorschrift 3 gilt, wer auf Grund seiner fachlichen Ausbildung, Kenntnisse und Erfahrungen sowie Kenntnis der einschlägigen Bestimmungen die ihm übertragenen Arbeiten beurteilen und mögliche Gefahren erkennen kann.

In der Durchführungsanweisung zu § 2 DGUV Vorschrift 3 ist dazu erläutert, dass die fachliche Qualifikation als Elektrofachkraft im Regelfall durch den erfolgreichen Abschluss einer Ausbildung, z.B. als Elektroingenieur, Elektrotechniker, Elektromeister, Elektrogeselle nachgewiesen wird. Sie kann auch durch eine mehrjährige Tätigkeit mit Ausbildung in Theorie und Praxis nach Überprüfung durch eine Elektrofachkraft nachgewiesen werden.

Der Mechatroniker erhält während seiner Ausbildung Kompetenzen in den Bereichen Elektromechanik, Elektronik, Elektrotechnik, Hardwareinstallation, Softwareinstallation, Informationstechnik, Computertechnik und Mechatronik.
Auf Grund der Ausbildung des Mechatronikers spricht einiges dafür, dass die erforderliche Qualifikation zur Elektrofachkraft im o.g. Sinne vorhanden ist. Die Bestellung als Elektrofachkraft ist durch den Arbeitgeber vorzunehmen.