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KomNet-Wissensdatenbank

Schutzkleidung für den Umgang mit Kühlschmierstoffen

KomNet Dialog 1489

Stand:

Kategorie: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Persönliche Schutzausrüstung (PSA) > Anforderungen und Eigenschaften von PSA

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Frage:

Ich arbeite fuer eine Dienstleistungsfirma als Kuehlschmierstoff-sachkundiger und bin taetig in einem Kolbenherstellungsbetrieb. Ich bin durch meine Arbeitgeber gezwungen, firmeneigene Kleidung anzuziehen, die meiner Meinung nach nicht geeignet fuer den Umgang mit KSS ist. Herkunft der Arbeitskleidung ist zweifelhaft (wahrscheinlich Tuerkei), ist keine genormte Kleidung und darf nur bis 40 grad gewaschen werden. Ich bin der Meinung, dass diese Temperatur zu niedrig ist, um die z.T. stark verschmutzte Kleidung gruendlich sauber zu bekommen. Ich wurde gern Ihre Meinung zu diesem Thema hoeren.

Antwort:

Lässt sich beim Umgang mit Kühlschmierstoffen (KSS) ein unmittelbarer Hautkontakt durch technische oder organisatorische Schutzmaßnahmen nicht vermeiden, so hat der Arbeitgeber u. a. dafür zu sorgen, dass persönliche Schutzausrüstung (PSA) in Form KSS-beständiger und KSS-undurchlässiger Schutzkleidung oder Schutzhandschuhe und Schutzschürzen zur Verfügung gestellt und in einem ordnungsgemäen Zustand gehalten werden (s. Nr.5.11.5 der BGR 143 `Umgang mit Kühlschmierstoffen` [früher ZH 1/248]). Was Herkunft und Reinigung anbelangt, so muss der PSA eine schriftliche Information des Herstellers in deutscher Sprache beigefügt sein, welche u. a. den Namen und die Anschrift des Herstellers oder seines Bevollmächtigten sowie eine Anweisung für die Reinigung der PSA enthält (s. Verordnung über das Inverkehrbringen von PSA - 8.GPSGV i. V. m. Anhang II der Richtlinie 89/686/EWG). Zur Reinigung ist Folgendes anzumerken: Die PSA muss aus Materialien bestehen, welche eine Reinigung derart zulassen, dass keine schädlichen Auswirkungen auf die Hygiene und die Gesundheit des Benutzers entstehen. Im vorliegenden Fall müssen sich die KSS durch die vorgegebene Art der Reinigung also restlos aus der PSA entfernen lassen, andernfalls darf die PSA nicht wiederverwendet werden. Unter Arbeitskleidung versteht man übrigens Kleidung, die anstelle, in Ergänzung oder zum Schutz der Privatkleidung bei der Arbeit getragen wird. Sie dient nicht dazu, gegen schädigende Einflüsse zu schützen. Daher ist bei Arbeiten, bei denen ein Kontakt mit KSS zu erwarten ist, PSA zu tragen. BG-Regeln : www.hvbg.de/d/pages/praev/vorschr/bgvr/bgvr1.html Arbeitsschutzvorschriften: http://www.gaa.baden-wuerttemberg.de/Vorschriften/Vorschriften.html Stand: 18.02.03