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KomNet-Wissensdatenbank

Habe ich als Berufsrückkehrerin einen Anspruch auf Förderung für eine Ausbildung als Entspannungspädagogin?

KomNet Dialog 14637

Stand: 10.02.2014

Kategorie: Orientierung, Weiterbildung, Jobstart > Aus- und Weiterbildung > Ausbildung und Umschulung

Dialog
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Frage:

Ich bin ALG 2-Empfängerin und habe meine 15 Jaehrige Tochter allein erzogen, nachdem ich das Magister-Studium der Pädagogik und Sozialpsychologie (nach den Zwischenprüfungen) abgebrochen habe. Ein Wiedereinstieg ins Studium ist finanziell nicht tragbar. Einen geeigneten Arbeitsplatz zu finden würde auch bedeuten, dass ich beispielsweise einen Bildungsgutschein oder ähnliches nutzen könnte, z.B. für eine Ausbildung als Entspannungspädagogin. Habe ich einen Anspruch auf Förderung? In einem Arbeitsverhältnis stehe ich derzeit nicht.

Antwort:

Wenn Sie Leistungen aus dem ALG II beziehen, sollten Sie, falls noch nicht geschehen, einen Termin mit Ihrem/Ihrer Fallmanager/Fallmanagerin vereinbaren und über die Möglichkeiten einer Qualifizierung sprechen. Sie haben keine abgeschlossene Berufsausbildung, aber noch viele Jahre vor sich, in denen Sie erfolgreich berufstätig sein können. Es geht aus Ihrer Anfrage nicht hervor, ob Sie bereits über Praktika/Kurse o.ä. Erfahrungen im Bereich der Entspannungspädagogik sammeln konnten. Wenn nicht, empfiehlt sich ein Praktikum in jedem Fall.

Wichtig ist, dass Sie mit einem gut überlegten Plan in die "Förderverhandlung" gehen. (Sie wissen, wer Kurs-Anbieter ist, was die Qualifizierung ggfs.kostet, was Sie selbst mit einer vielleicht noch geringfügigen Beschäftigung finanziell aktiv dazu beitragen können usw). Denn die Finanzierung einer Qualifizierung über das JobCenter ist eine Kann-Leistung und hängt nicht immer nur davon ab, ob die Finanzmittel einer Kommune überhaupt reichen, sondern auch davon, wie Sie in einem persönlichen Gespräch Ihre Pläne und Erfolgschancen  deutlich machen können. 

Gleichzeitig sollten Sie abklären, ob nicht bestimmte Scheine und Prüfungsnachweise aus Ihrem Studium anerkannt werden, um zu einem (späteren) Zeitpunkt doch noch berufsbegleitend das Studium zu beenden. Die Chancen, einen geeigneten Studienplatz zu finden, sind nicht schlecht. Ein staatlich anerkannter Abschluss in Kombination mit einer Ausbildung zur Entspannungspädagogin bietet Ihnen noch einmal ganz andere berufliche Zugänge und es zahlt sich häufig auch finanziell aus. Viele öffentliche oder soziale (einstellende) Einrichtungen setzen einen entsprechenden Studien-/Schulabschluss voraus.

Um in Zukunft finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen, sollten Sie Ihren beruflichen Neustart auch aus Karrieresicht unter die Lupe nehmen. 

Zum Weiterlesen:

www.wiedereinstieg.nrw.de;
http://www.hs-gesundheit.de/

Hinweise:
Information: Die Internetplattform Forum W bietet Frauen und Männern, die nach einer längeren Familienzeit beruflich wieder einsteigen wollen, umfassende Informationen, Anregungen und Servicetipps, die den Jobeinstieg erleichtern und die Chancen beim Wiedereinstieg verbessern.

Beratung: Kostenlose Beratung zur beruflichen Entwicklung bietet ein Förderprogramm des  Landes Nordrhein-Westfalen.Die nächstgelegene professionelle Beratungsstelle ist hier zu finden Weiterbildungsberatung

Förderung: Der Erhalt von Bildungsschecks ist für Berufsrückkehrende möglich, so dass diese – neben Beschäftigten – vom Land Nordrhein-Westfalen, mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds, einen Zuschuss  für ihre berufliche Weiterbildungsmaßnahme erhalten können.