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KomNet-Wissensdatenbank

Wie muss die Bodenbeschichtung, die als Auffangeinrichtung für ein Gefahrstofflager dient, ausgeführt werden?

KomNet Dialog 14381

Stand: 25.08.2011

Kategorie: Gesunde Arbeit / Arbeitsschutz > Chemische Belastungen und Beanspruchungen > Lagerung von Gefahrstoffen

Dialog
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Frage:

Wir wollen in einem Raum Gefahrstoffe lagern. Dieser Raum hat eine Barriere, so dass der Raum als Auffangwanne fungiert. Was für eine Beschichtung braucht der Boden/Sockel, gibt es hier spezielle Vorschriften bzw. Empfehlungen?

Antwort:

Wir gehen davon aus, dass flüssige Gefahrstoffe in transportrechtlich zugelassenen Behältern in diesem Raum gelagert werden sollen.
Hierbei muss der Auffangraum gegen die gelagerten Flüssigkeiten ausreichend beständig sein und für die Dauer der zu erwartenden Beaufschlagung mit Lagergut auch im Brandfall flüssigkeitsundurchlässig sein. Bei der Lagerung von leicht- und hochentzündlichen, wie auch entzündlichen Flüssigkeiten muss der Boden aus Gründen des Explosionsschutzes auch elektrostatisch ableitfähig sein. Zudem muss aus wasserrechtlicher Sicht das Beschichtungssystem eine Zulassung nach dem Wasserhaushaltsgesetz aufweisen. "Die materiellen Anforderungen an die Beschaffenheit und Größe des Auffangraums sind in den wasserrechtlichen Bestimmungen (Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen - VAwS) geregelt"; diese und weitere, wasserrechtliche Anforderungen an Beschichtungs- und Abdichtungssysteme sind bei den Unteren Wasserbehörden der Städte und Kreise zu erfragen. Auf die Technische Regel wassergefährdender Stoffe -  TRwS-A 786 "Ausführung von Dichtflächen" weisen wir hin (http://www.netinform.de/GW/Recherche/Uebersicht_RW.aspx).

Arbeitsschutzrechtliche Anforderungen für die Lagerung von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern sind in der Technischen Regel für Gefahrstoffe -TRGS 510 " Lagerung von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern"  (www.baua.de/TRGS/) aufgeführt.