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KomNet-Wissensdatenbank

Welche Regelungen treffen auf die Demontage von asbesthaltigen Dichtungen einer Heizungsanlage zu?

KomNet Dialog 14078

Stand: 14.07.2011

Kategorie: Chemische Belastungen und Beanspruchungen > Verwendungsverbote > Asbest

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Frage:

Bei der Sanierung einer Heizungsanlage Baujahr ca. 1976/77 haben wir asbesthaltige Dichtungen auszubauen und fachgerecht zu entsorgen: 1) Flachdichtungen in Flanschverbindungen 2) Stopfbuchsdichtungen 3) Dichtungen zwischen Gußgliedern eines Heizkessels; Dichtungsschnüre (Abgassammler und Brennertüren) Zu 1) und 2) habe ich Infos aus der BGI 664 erhalten. Zu 3) konnte ich nichts finden. Können Sie mir bei dieser Thematik weiter helfen?

Antwort:

Jeglicher Umgang mit Asbest ist verboten, also u. a. auch der Ausbau von Dichtungen aus Heizungsanlagen; außer für zugelassene Betriebe, die die personellen und sicherheitstechnischen Anforderungen nachgewiesen haben. Eine der personellen Voraussetzungen ist der Nachweis von Sachkundigen nach TRGS 519 (www.baua.de/TRGS/). Auch die Ausführung der Arbeiten geringer Exposition nach BGI 664 "Verfahren mit geringer Exposition gegenüber Asbest bei Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten", setzen diese Sachkunde voraus.

Für die unter Ziffer 3 genannten Arbeiten kann ggf. das geprüfte Verfahren für Arbeiten mit geringer Exposition gemäß Nr. 2.10 Abs. 8 TRGS 519 - AT 7: Standardheizkessel – Ausbau von Dichtschnüren (http://www.dguv.de/ifa/de/pra/asbest/index.jsp) verwendet werden.

Weitere Details sollten mit der zuständigen Arbeitsschutzbehörde abgestimmt werden, deren Anschriften unter http://lasi.osha.de/de/gfx/systems/dienststellen_asv_laender.php  angeboten werden.