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Unter welchen Voraussetzungen sollte das sogenannte "Selbstretten" von Feuerwehr-Angehörigen geübt werden?

KomNet Dialog 13588

Stand: 27.04.2011

Kategorie: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Persönliche Schutzausrüstung (PSA) > Benutzung von PSA

Dialog
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Frage:

Unter welchen Voraussetzungen sollte das sogenannte "Selbstretten" von Feuerwehr-Angehörigen geübt werden? Kann das Sichern der Person mit Feuerwehr-Haltegurt und straff geführter Leine [kein Kernmantelseil] ausreichen?

Antwort:

Das Selbstretten wird z. B in NRW im Rahmen der Grundausbildung der Feuerwehrangehörigen unterrichtet (siehe Seite 121 der Lernziele für die Truppmannausbildung; www.idf.nrw.de/service/downloads/pdf/rderlass_im_20051221_lernziele.pdf ).

Inhaltlich wird die Vorgehensweise in Nr. 18.2 der FwDV 1 beschrieben (www.idf.nrw.de/service/downloads/pdf/fwdv1_stand_sept06.pdf). In den Hinweisen zur Sicherheit wird in Nr. 18.2.3 u. A. ausdrücklich gefordert, dass vorzugsweise zusätzlich über einen Auffanggurt und Kernmantel-Dynamikseil von oben gesichert werden soll.
Im Kapitel C13 der Broschüre "Sicherheit im Feuerwehrdienst" (GUV-I 8651, http://publikationen.dguv.de/dguv/pdf/10002/i-8651.pdf ) wird ausschließlich diese Möglichkeit vorgeschlagen.

Da Übungstürme und Absturzsicherungen mittlerweile in ausreichender Dichte vorhanden sein sollten, dürfte es keinen Grund mehr für Abweichungen geben.

Eine Sicherung mit straff geführter Feuerwehrleine ist also nicht ausreichend.